Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

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9. Konzert “Noten für Namen” mit der Folk-Band Bergfolk aus Wernigerode

 

Wir begrüßen zu unserem neunten Benefizkonzert der Reihe “Noten für Namen” Harald Kruft (Gitarre, Manoline, Maultrommel, Horn, Djembe, Darabuka, Dawul, Gesang) Steffen Blauwitz (Gitarre, E-Bass, Djembe, Dawul, Konzerttrommel, Waldzither, Gong, Gesang) und Heiko Schilling (Schalmei, Dudelsack, Gaita, Flöten, Whistle, Drehleier, Maultrommel, Brummtopf, Quika, Darabuka, Zimbeln, Wind…)

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Steffen Blauwitz stellt seine Gruppe „BERGFOLK“ vor:

“Seit 1985 also seit 31 Jahren touren wir nun schon durch die Lande. Seit 1996 spielen wir in der heutigen immer noch aktuellen Besetzung und haben seit dieser Zeit insgesamt 5 CD`s produziert. Unser Repertoire reicht von mittelalterlichen Liedern und Tänzen, internationalen Folk- Sauf- und Gesellenliedern bis hin zu eindrucksvollen Balladen. In Extremfällen gibt es auch Schlagerparodien zu hören. Bei unseren Auftritten kommen rund zwei Dutzend verschiedener Instrumente zum Einsatz. Das sind u.a. Hand- Percussion, Gitarren von E bis Konzert, Mandoline, Waldzither, Bass, Dudelsäcke, Drehleier, um nur einige zu nennen.”

Das Konzert findet am Freitag,  14.10.2016  

in der Andreaskirche Halberstadt, Franziskanerstr. 2  

um 19.00Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Wir bitten wie immer um eine Spende für die Finanzierung weiterer Namenstafeln am Gräberfeld, mit denen die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge ihre Namen und damit ihre Identität zurückerhalten.

Außerdem besteht nach dem Konzert die Möglichkeit, mit Mitgliedern der Gruppe der 2. Generation ins Gespräch zu kommen, die an diesem Wochenende ihr Herbstseminar abhalten.

Liebe Gäste, wir freuen uns auf Sie!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein – Zwieberge

 

SPENDENSOMMER 2016 MIT VERSCHIEDENEN AKTIONEN ZUR FINANZIERUNG WEITERER NAMENSTAFELN

 

 

Bücherflohmarkt auf dem Domplatz

Anfang Juli gab es, wie schon in den letzten Jahren, einen Bücherflohmarkt anlässlich des Töpfermarktes “Ton am Dom” in Halberstadt. Vor bzw. im Gleimhaus hatten wir wieder unsere gut gefüllten Bücherkisten aufgebaut und konnten für insgesamt 600 € Bücher verkaufen und mit unseren interessierten Kunden ins Gepräch über Bücher und die Gedenkstätte Langenstein – Zwieberge kommen.

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Leider war in diesem Jahr das Wetter wechselhaft, so dass wir nicht, wie in den Vorjahren, durchgehend vor dem Gleimhaus verkaufen konnten, sondern unsere Büchervorräte am Sonntagnachmittag ins Gleimhaus bringen mussten. Trotzdem fanden die Leser den Weg zu uns und konnten sich wieder “Lesefutter” für den bevorstehenden Urlaub oder ein anderes antiquarisches Buch für 1 € sichern. Auch in diesem Jahr gab es unsere Lesezeichen und die aktuellen Flyer des Fördervereins zu jedem gekauften Buch dazu.

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Ein besonderes Dankeschön des Vorstandes geht wieder an das Gleimhaus für die Unterstützung unseres Basars und an die fleißigen Helfer, die uns bei den Vorbereitungen und beim Tragen der Bücher geholfen haben. Nun überwintern unsere „Schätze“ auf dem Boden von Rainer Neugebauer. Vielen Dank! 


Wir werden im kommenden Jahr am 1. Juliwochenende wieder dabei sein.

 


Rockmusiker spenden für Noten für Namen 

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Anlässlich des diesjährigen Rockharzfestivals in Ballenstedt im Juli 2016 war meine Familie als Förderer der Arbeit unseres Fördervereins aktiv. Nachdem sie als begeisterte Fans das Konzert der Hard Rock Band „The New Roses“ aus Wiesbaden genossen haben, sind sie zur Autogrammstunde mit den Bandmitgliedern ins Gespräch gekommen. Mein Mann stellte ihnen unser Projekt „Noten für Namen“ vor. Die Band zeigte sich von dieser Initiative sehr angetan und spendete spontan einige CDs und zwei T-Shirts. Vielen Dank dafür nach Wiesbaden.

Der Spendenerlös durch den Verkauf der Fanartikel von 67 € wird ebenfalls für die Herstellung von Namenstafeln verwendet.

Hanka Rosenkranz Vorsitzende des Fördervereins

 

 

Konzert “Noten für Namen” mit Grey Wolf und Alex Wurlitzer

Am 19. August begeisterten Pit Kyas alias Grey Wolf und Alex Wurlitzer mit ihrem Programm “Blues & more” das Publikum in der Moses-Mendelssohn-Akademie Halberstadt. Der Saal war so gut gefüllt, dass einige Konzertbesucher nur noch auf der Empore Platz fanden.

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Beide Künstler hatten den Vereinsvorstand angesprochen, ob sie ein Benefizkonzert für unsere Reihe “Noten für Namen“ geben können. Natürlich haben wir sofort zugesagt und bedanken uns sehr herzlich für diese großartige Unterstützung. 

Wir erlebten eine phantastische Reise durch die Welt des Blues und Folk und „entließen“ die Künstler erst nach mehreren Zugaben. Und die gute Stimmung sorgte für eine große Spendenfreudigkeit – die stolze Summe von 620 € konnte verbucht werden.

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Grey Wolf und Alex Wurlitzer – Blues und Folk beim nächsten Konzert der Reihe “Noten für Namen” am 19.8.2016

GREY WOLF, Pit Kyas (Voice, Guitars, Harps)

und

Alex Wurlitzer (Pedalsteel, Resonatorgitarre, Dobro. Banjo, E-Gitarre, Bass)

sind zwei Musiker, die mit handgemachter Musik ihren musikalischen Heros,die Ehre erweisen.

Grey-wolf-2 in Grey Wolf und Alex Wurlitzer - Blues und Folk beim nächsten Konzert der Reihe Noten für Namen am 19.8.2016

Das Programm “Blues & more” von  „Grey Wolf & Alex Wurlitzer“  ist

am 19. 08. 2016 

in der Moses-Mendelssohn-Akademie, Klaussynagoge,

zu erleben.

Beginn: 19.30 Uhr

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden für weitere Namenstafeln.

*

Ihr Programm besteht aus Coverversionen von  hier zu Lande mehr oder weniger bekannten Musikern. Diese Coverversionen präsentieren sie in ihrem persönlichen Stil. „GreyWolf´s“ Gesang und Alex Wurlitzers virtuoses Gitarrenspiel prägen wesentlich diesen Stil, der auch als „Americana“ zu bezeichnen ist. Es ist eine Mischung aus Folk, Blues, Gospel und Country.

Ihr Wirkungskreis erstreckt sich über Open Air Veranstaltungen, Kneipengigs bis hin zu Kirchenkonzerten. Beide Musiker waren in den letzten Jahren in verschiedenen Formationen auf hunderten von Konzerten zu erleben.

 

Im Programm “Blues & more” von  „Grey Wolf & Alex Wurlitzer“:

Red House   ( J. Hendrix )

I Just Wanna Make Love To You   ( W. Dixon )

It Hurts Me To   ( Elmore James )

Howlin´   ( W. Dulisch / P. Kyas )

Sittin´ On The Top Of The World    ( Doc Watson )

St. James Infirmary    ( Trad. )

Cocaine Blues   ( Trad. )

No Expectations    ( Jagger ( Richards )

Love In Vain   ( Robert Johnson )

Season Of The Witch   ( Donovan Leitch )

Boomm, Boom Boom….    ( J. Lee Hooker / P. Kyas )

www.grey-wolf-music.de

http://www.redblooms.com/index.php

p.kyas@web

(Text: Pit Kyas)

Bücherflohmarkt findet wieder am 2. und 3. Juli in Halberstadt statt

 

Achtung, wichtige Mitteilung an alle Leseratten!!!

wir, der Vorstand des Fördervereins, freuen uns auf den Bücherflohmarkt, den wir wieder im Rahmen des Töpfermarktes “Ton am Dom” durchführen.

Am 2. und 3. Juli erwarten wir Sie von 10.00 bis 18.00 Uhr vor dem Gleimhaus Halberstadt (Domplatz 31).

Auch dort finden an diesem Wochenende interessante Aktionen statt.

Bei uns im Angebot sind wieder Krimis, historische Romane, Kinderbücher, Sachbücher, Bildbände und Weltliteratur – alle Bücher für 1 Euro/Stück.

Sie unterstützen mit Ihrem Kauf die Herstellung und Anbringung neuer Namenstafeln, mit denen wir den Opfern des KZ Langenstein-Zwieberge, die in Massengräbern verscharrt wurden, ihre Identität und ihren Namen zurückgeben wollen. Die Nennung der Opfernamen bietet die Möglichkeit eines bewussten Gedenkens und gibt den Angehörigen einen konkreten Ort der Erinnerung und der Trauer.

Wir freuen uns auf Sie, lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, preiswert ein gutes Buch für den Sommerurlaub zu erwerben – oder zwei – oder drei …. Auch wenn Sie beim Durchstöbern unserer reich gefüllten Bücherkisten nichts Passendes finden, freuen wir uns auf ein Gespräch mit Ihnen und informieren Sie gern über unsere Spendensammlung.

 

 

Über die Plattform “Gooding” im Internet einkaufen und gleichzeitig für neue Namenstafeln spenden!

 

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Fördervereins,

 

die Internet-Plattform www.gooding.de ermöglicht es jedem, unseren Verein durch seine Online-Einkäufe zu unterstützen – ganz ohne Mehrkosten.

Angeschlossen sind mehr als 1.000 Online-Shops wie Amazon, Ebay, HRS, Bahn oder Zalando. Bei jedem Einkauf erhält unser Verein eine Provision, im Durchschnitt ca. 5% des Einkaufswertes.
Sie selbst bezahlen nicht mehr, die Provision wird durch die Unternehmen gezahlt. Gooding selbst finanziert sich durch einen freiwilligen Anteil der Unternehmensprovision.

Man muss sich als Nutzer nicht registrieren und keine Daten über sich preisgeben. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie Ihre Online-Einkäufe über Gooding machen und unseren Verein dabei auswählen.

So funktioniert es:

1. Sie besuchen vor Ihrem Einkauf die Seite www.gooding.de und entscheiden sich für einen von über 1.000 Online-Shops.

2. Im Anschluss wählen Sie unseren Verein Foerderverein Langenstein-Zwieberge e.V. aus.

3. Jetzt beginnen Sie ganz normal mit Ihrem Einkauf. Die Einkäufe kosten dadurch keinen Cent mehr. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

4. Unsere Verein erhält eine Prämie, mit der wir weitere Namenstafeln für in Langenstein ermordete Menschen finanzieren können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Achtung!!! Gilt nur bei Internet-Einkäufen von Deutschland aus, bei Internet-Einkäufen im Ausland ist die Spende NICHT garantiert.

“Kommunikation” – Jugendprojekt der 2. Generation zu den Tagen der Begegnung im April 2016

“DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR” -

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diese Aussage stellten die jugendlichen Gestalter der Gedenkaktion 2016 ins Zentrum ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema „Kommunikation“.

Die Jugendlichen begrüßten die Gäste der Gedenkveranstaltung an der Treppe zum Mahnmal und baten sie, sich einen Aufkleber anzuheften. Darauf war  in 6 Sprachen diese Aussage zu lesen, eine Aussage, die alle Gäste vereinen sollte, die für alle Menschen ein Lebensgrundsatz sein sollte.

IMG 2018klein-300x225 in Kommunikation - Jugendprojekt der 2. Generation zu den Tagen der Begegnung im April 2016 Begrüßung der Gäste

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An der diesjährigen Aktion, die an den 6 Massengräbern für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge gezeigt wurde, beteiligten sich Maximilian Friedrich und Sanja Kappe vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt, Laura Kranovski und Leon Jänichen von der Sekundarschule Hagenberg Gernrode sowie Esther Feistauer, eine ehemalige Schülerin der Berufsbildenden Schulen „Geschwister Scholl“ in Halberstadt. Zur inhaltlichen Vorbereitung, die bereits im Januar begann, trugen außerdem Toralf Nickerl, Dominik Gerlach und Lisa Witzel bei, alle drei hatten bei der Gedenkaktion 2015 mitgemacht.

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Vorbereitung der Aktion

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Zu Beginn der Aktion zitierten die jungen Leute hinter und vor dem Gräberfeld aus Zeugnissen von Lagerüberlebenden. In der Auseinandersetzung mit diesen Texten wurde insbesondere auf drei Aspekte eingegangen:

1. „Kommunikation als Überlebenshilfe im Lager“

In diesem Zusammenhang stellten die Jugendlichen anhand der Aussagen des Franzosen Hélie de Saint Marc fest, dass sich die Häftlinge aus 23 Nationen nur in der primitiven Sprache des Lagers mit einfachen Worten wie „essen, schlafen, Kälte, Hunger, Angst“ verständigen konnten. Und der Italiener Dino Burelli berichtete, dass es die gemeinsamen Gebete waren, die ihm halfen, ums Überleben zu kämpfen, während der als Sanitäter eingesetzte Lette Miervaldis Berzins-Birze versuchte, jeden Häftling im Krankenrevier in seiner Heimatsprache zu begrüßen, was den Kranken zwar nicht half, jedoch in ihnen ein Gefühl von Beistand erwecken sollte.

IMG 1979klein-300x225 in Kommunikation - Jugendprojekt der 2. Generation zu den Tagen der Begegnung im April 2016 Beginn der Aktion

2. „Kommunikation im Lager”

Der französische Überlebende Georges Petit, der seit 1994 an den jährlichen „Tagen der Begegnung“ teilnimmt und seitdem schon mit Teilnehmern zahlreicher Gedenkaktionen ins Gespräch kam, beschrieb die „Lagersprache“ als einen Jargon aus deutschen Satzfetzen vermischt mit russischer und polnischer Gossensprache, die jeder der Häftlinge zu akzeptieren hatte, obwohl das Verwenden dieser Sprache letztendlich auch eine Form des Verfalls jedes Einzelnen verkörperte. Dem Italiener Dino Burelli zufolge war das Hauptthema jeglicher Kommunikation im Lager – wenn die ausgezehrten Häftlinge überhaupt die Kraft zum Reden fanden – das Essen, um das angesichts des ständigen Hungers alle Gedanken kreisten. Der Pole Edmund Wojnowski dagegen beschrieb  noch eine ganz andere Art von Verständigung: „Mein Bettnachbar sagt kein Wort. Aber ich höre, dass er atmet, also lebt.“ Miervaldis Berzins-Birze schilderte darüber hinaus auch die Entwürdigung der Häftlinge, wenn den Toten die Häftlingsnummer auf das Bein geschrieben wurde – denn „Namen hatten im Lager keine Bedeutung.“ Dieser Aspekt spielte auch bei der Auswahl des Ortes für die Gedenkaktion eine große Rolle. Die Jugendlichen wählten dafür das Gräberfeld aus, da dort inzwischen 623 Namenstafeln durch den Förderverein angebracht worden sind, um den  in sechs Massengräbern Verscharrten ihre Identität zurückzugeben.

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3. „Kommunikation nach der Befreiung”

Vielen Überlebenden bereitete nach der Befreiung das Sprechen über das im Lager Erlebte große Probleme, denn „… man muss wissen, Worte waren schwer zu finden… Hunger haben, geschlagen werden, arbeiten… Diese Worte hatten nicht mehr dieselbe Bedeutung für den Überlebenden und seine Umwelt. So haben die meisten von uns geschwiegen.“ wie es der Franzose Roger Leroyer erklärt. In der Auseinandersetzung mit den Texten Leroyers fanden die jugendlichen Aktionsteilnehmer auch heraus, dass es „deutsche Jugendliche, die etwas wissen wollten…“ waren, die ihn dazu brachten, sein Schweigen zu brechen.

Die Feststellung, dass die Würde der Häflinge im Konzentrationslager Tag für Tag und Stunde für Stunde auf schlimmste Weise verletzt wurde, machte den Aktionsteilnehmern  in aller Dringlichkeit deutlich, dass das verhängnisvolle Geschehen im Lager nicht vergessen werden darf. Gleichzeitig wurde ihnen aber auch bewusst, dass wir alle heute dafür verantwortlich sind, dass die Menschenwürde nicht nur als Artikel 1 auf dem Papier des Grundgesetztes stehen darf, sondern im täglichen Leben für alle Menschen Gültigkeit besitzen muss.

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In den Sprachen deutsch, französisch, russisch, italienisch, holländisch und polnisch hatten die Jugendlichen stellvertretend für alle im Lager gesprochenen Sprachen den Satz DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR!  auf ein großes Transparent drucken lassen. Auch akustisch forderten die Aktionsteilnehmer in allen sechs Sprachen diesen Satz ein, bevor sie das Spruchband  hinter dem Gräberfeld – für alle Gäste sichtbar– ausrollten, um das Gräberfeld trugen und davor ablegten.

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Im Anschluss daran kommunizierten die jungen Leute, was für sie persönlich zur Würde des Menschen gehört. Max forderte u.a. eine freie Gesellschaft ein, in der alle Menschen gleichgestellt sein sollten und jeder Mensch lieben können sollte, wie und wen er möchte. Laura und Leon drangen auf körperliche Unversehrtheit und Meinungsfreiheit, und Sanja verlangte für jeden Menschen Respekt, Akzeptanz sowie die Sicherstellung von grundlegenden Bedürfnissen wie Essen, Schlafen oder auch hygienischer Standards. Und   Esther verband die Würde des Menschen mit dem Recht auf freies Bewegen.

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Dann wurde – wieder in den Sprachen deutsch, französisch, russisch, italienisch, holländisch und polnisch – der Satz: DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR mit einem Fragezeichen versehen, denn in Vorbereitung des Projektes hatten die Jugendlichen festgestellt, dass nicht für alle Menschen die Menschenwürde gesichert ist. Für die Millionen Flüchtenden vor Kriegen und für Menschen in vielen Staaten unserer Erde, auch in unserem eigenen Land, ist die Einhaltung der Menschenwürde bei weitem nicht immer selbstverständlich. Aus diesem Grund beendeten die Jugendlichen ihre Aktion mit folgender Aussage:

„Wir brauchen JEDEN! damit dieser Satz keine Illusion bleibt. Wir laden Sie alle dazu ein, Ihre Gedanken zur Menschenwürde aufzuschreiben und an die Pinnwand zu heften.“

An der Pinnwand standen die Aktionsteilnehmer mit Stiften und Papier bereit, so dass jeder Gast der Gedenkveranstaltung seine Gedanken in Worte fassen und neben den Äußerungen der Jugendlichen anbringen konnte. Dabei ergaben sind zahlreiche Gespräche zwischen den Projektteilnehmern und Gästen, insbesondere der Gruppe der 2. Generation, die sich bei den Akteuren der Aktion herzlich bedankten.

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Kommunikation per Pinnwand

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Das Spruchband wird für eine gewisse Zeit am Gräberfeld befestigt bleiben und die Pinnwand im Verwaltungsgebäude der Gedenkstätte lädt alle Besucher herzlich dazu ein, eigene Gedanken zur WÜRDE DES MENSCHEN zu formulieren.

IMG 2262klein-300x225 in Kommunikation - Jugendprojekt der 2. Generation zu den Tagen der Begegnung im April 2016 Spruchband am GräberfeldIMG 2105klein-225x300 in Kommunikation - Jugendprojekt der 2. Generation zu den Tagen der Begegnung im April 2016  Pinnwand im Verwaltungsgebäude

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Toller Stummfilmabend bringt 315 Euro Spenden

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Ein Klang- und Seherlebnis der besonderen Art “Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem guten Geschmack” – so begrüßte die Vorsitzende des Fördervereins Hanka Rosenkranz die Gäste, die in die Moses-Mendelssohn-Akademie in Halberstadt gekommen waren, um den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff zu erleben, der den Stummfilm “Der General” mit Buster Keaton am Klavier begleitete. Und es war nicht zu viel versprochen, in der Tat war es ein besonderes Klang- und Seherlebnis. Die Musik, die die dramatischen und komischen und auch nachdenklichen Szenen des Filmes poentiert untermalte, brachte die im Film erzählte Geschichte akustisch zur vollen Geltung.

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Buster Keaton rettet als passionierter Lokführer in einer rasanten Verfolgungsjagd seine von feindlichen Spionen entführte Lokomotive, genannt “General”. Gerettet wird auch seine große Liebe Annabell, die mit samt dem “General” versehentlich gleich mit entführt worden war. Das ganze spielt im amerikanischen Bürgerkrieg der 1860er Jahre und bietet vor dem ernsten Hintergrund viel Slapstik und komische Momente. Das Publikum lachte herzlich über Buster Keaton und applaudierte Richard Siedhoff heftig, der auch noch eine kleine Zugabe im Gepäck hatte. Die wenigen Texteinblendungen in englischer Sprache übersetzte Katja Rudloff, so dass auch dieses typische Element eines Stummfilms für jeden Gast eindeutig verständlich wurde.
Richard wechselte in einer kleinen Pause die Filmrollen, denn “Der General” war auf 2 Filmrollen gebannt. Die Pause nutzte das Publikum wie schon vor Beginn der Filmvorführung, um nochmals Getränke zu erwerben, denn mit einem Gläschen Rotwein war das Hör- und Seherlebnis nochmal so schön.

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Nach einer kleinen Zugabe spendete das Publikum insgesamt 315,00 Euro für neue Namenstafeln, ein wirklich schöner, besonderer Abend mit einem guten Beitrag für den ernsten Zweck. Der Vorstand des Fördervereins bedankt sich recht herzlich für die Unterstützung bei der Moses-Mendelssohn-Akademie und im besonderem bei Frau Wohlmann. Ein herzliches Dankeschön gilt ebenfalls der Stadtbibliothek “Heinrich Heine” Halberstadt. Und natürlich bedanken wir uns bei Katja Rudloff und Richard Siedhoff für dieses amüsante Klang- und Seherlebnis.

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Veranstaltungsankündigung „Noten für Namen” mit dem Stummfilmpianisten Richard Siedhoff, live am Klavier zum Stummfilm “Der General” mit Buster Keaton

 

 

Dieses ganz besondere Hör- und Seherlebnis findet am 20. 11.2015  um 19.00 Uhr in der Moses-Mendelssohn-Akademie Halberstadt, Rosenwinkel 18 statt.

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Seit 2011 veranstaltet der Förderverein Gedenkstätte Langenstein Zwieberge e.V. die Konzertreihe „Noten für Namen“, deren Besucher gebeten werden, Bank-Noten für den Guss von Namenstafeln zu spenden, um den Opfern des KZ Langenstein-Zwieberge ihre Identität zurückzugeben.

Zur 7. Veranstaltung dieser Reihe freuen wir uns auf den Stummfilmpianisten Richard Siedhoff aus Weimar, der den Stummfilm „Der General“ mit Buster Keaton mit eigenen Kompositionen und konzipierten Improvisationen am Klavier vertont vorstellen wird.

Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Anfertigung weiterer Namenstafeln wird gebeten.

 

6. Konzert der Reihe „Noten für Namen“ am 25.9.2015 in der St. Andreaskirche Halberstadt

 

Sanfte Töne und bittere Erinnerung

Von Renate Petrahn

 

Schade, dass nicht mehr Besucher der Einladung zum Benefizkonzert „Noten für Namen“ gefolgt waren. Der Chor Cantare aus Langenstein und Christel Trausch gestalteten am vergangenen Feitag  in der St.-Andreas-Kirche einen besinnlichen und vor allem kontrastreichen Abend. Einen Abend, der bewusst zum Atemholen und zur Reflexion über die Gegenwart aufforderte.

Dem Konzert hatte Chorleiterin Heidi Godulla den programmatischen Namen gegeben „Lieder zur Nacht“. Der musikalische Bogen spannte sich von klassisch bis modern, von kirchlich geprägter Musik bis hin zu deutschen und internationalen Volksliedern. Doch das wohlige Gefühl von Geborgenheit und des zur Ruhekommens, das die Musik (unter anderem „Nun ruhen alle Wälder“, „Mondnacht“, „Der Mond ist aufgegangen“) durch die geschulten, sanften und durchweg vierstimmig singenden Chormitglieder auf den Zuhörer überträgt, hält nicht lange an. Es wird zerrissen durch die Worte von Christel Trausch.DSCF2010a-300x225 in 6. Konzert der Reihe „Noten für Namen“ am 25.9.2015 in der St. Andreaskirche Halberstadt  DSCF2008a-300x225 in 6. Konzert der Reihe „Noten für Namen“ am 25.9.2015 in der St. Andreaskirche Halberstadt

Mit einer Stimme, deren Skala von warmherzig, kämpferisch und ungeduldig reicht, holt sie mit ihren biographisch geprägten Prosastücken die Zuhörer in die komplexe Gegenwart zurück. Sie erzählt von ihrer Flucht aus Gumbinnen im Jahr 1944, da war sie zehn Jahre alt, der schwierigen Integration im Deutschland der Mitvierziger Jahre, dem Angekommensein und schließlich von der Hoffnung, dass „der Friede der Sieger bleibt“.

Andere Sätze wie „Flucht ist kein Verreisen von einem Ort zum Anderen“ und „Wir hatten gedacht, die letzten Flüchtlinge aller Zeiten gewesen zu sein“ verhaken sich im Kopf der Anwesenden und lassen sehr gegenwärtige Bilder entstehen.

Die etwa 60 Zuhörer dankten Sängerinnen und Schriftstellerin mit herzlichem Beifall für den Abend, dessen Botschaft sie mit nach Hause nehmen. Und die nach dem Wunsch von Hanka Rosenkranz, der Vorsitzenden des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge, sie in ihrem Handeln leiten möge. Insgesamt 547,50 Euro wurden nach dem Konzert für das Projekt „Noten für Namen“ gesammelt.

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Bücherflohmarkt 2015 – Trotz grosser Hitze 359 € für weitere Namenstafeln

DSC01541a-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere NamenstafelnDSC01541-225x300 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere NamenstafelnDSC01558-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere Namenstafeln

 

Aus Anlass des jedes Jahr in Halberstadt stattfindenden Töpfermarktes „Ton am Dom“ organisierte auch in diesem Jahr der Vorstand unseres Fördervereins einen Bücherflohmarkt, dessen Erlös für die Anfertigung weiterer Namenstafeln an den Gräbern von Langenstein-Zwieberge verwendet wird.

Unter dem Motto „Bücher für Namen“ wurde für interessierte Leseratten wieder ein reich bestückter Büchertisch vor dem Halberstädter „Gleimhaus“  aufgebaut. Unterstützt beim Verkauf und beim Schleppen der Bücherkisten wurden die vollständig anwesenden Vorstandsmitglieder (sogar André Baud war extra aus Frankreich angereist) durch Torsten Langer, Winnie Bennedsen, Anne Fliege, Jürgen Rosenkranz, Toralf Nickerl und Hans Güttel. Letzterer hatte sogar gemeinsam mit seinem Sohn Andreas ein Werbeplakat mit Informationen zum Bücherflohmarkt und zu unserer Sammelaktion für Namenstafeln entworfen und gedruckt. 

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Unser Angebot setzte sich aus Bücherspenden zusammen, die uns zum großen Teil bereits im letzten Jahr zur Verfügung gestellt wurden, die wir vorsortiert hatten und die auf dem Dachboden unseres Beiratsmitgliedes Rainer Neugebauer überwintern durften. So hieß es für alle zunächst erst einmal Bücherkisten schleppen, bis am Samstag, pünktlich um 11 Uhr, alles für den Besucheransturm vorbereitet war. Da der Wetterdienst Sonne und Hitze vorausgesagt hatte, standen nicht nur Sonnenschirme parat, sondern auch ein mit kühlem Wasser gefülltes Planschbecken, in dem sich unsere Kundschaft die Füße kühlen konnte, auch Vorstand und Helfer nutzten diese Abkühlung.

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Leider blieb der große Besucheransturm aus. Es war einfach zu heiß und darum machten sich nur Wenige an diesem Wochenende zum Domplatz auf. Aber mit denen, die trotzdem kamen, gab es interessante Gespräche: über Bücher, über Langenstein-Zwieberge – und über das Wetter. Am Sonntag musste der Stand leider bereits gegen 15 Uhr geschlossen werden, da ein Wärmegewitter über Halberstadt hereinbrach.

DSC01549-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere Namenstafeln  DSC01556-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere NamenstafelnDSC01551-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere Namenstafeln  DSC01560-300x224 in Bücherflohmarkt 2015 - Trotz grosser Hitze 359 € für weitere Namenstafeln  Das Unwetter vom Sonntag

Letztendlich klingelten 335 € in unserer Spendenkasse, so dass sich das Schwitzen doch gelohnt hat. Und wie im letzten Jahr bedanken wir uns ganz herzlich beim Team des „Gleimhauses“,  das uns nicht nur Platz für unsere Bücherkisten, sowie Tische und Stühle für den Stand zur Verfügung stellte, sondern auch durch persönliche Bücherkäufe unsere Spendenkasse füllte. Weitere 24 kamen nachträglich durch weitere Verkäufe und Verkäufe an ein Halberstädter Antiquariat hinzu.