Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

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Petition im Landtag übergeben – Der Stollen muss für die Besucher der Gedenkstätte zugänglich bleiben!

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Der Stollen ist das Herzstück der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge – 2000 Menschenleben hat der Bau des Stollens gekostet.

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Am 21. Juni 2018 wurde dem Petitionsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt eine Petition mit 1068 Unterschriften übergeben. Initiiert hatten diese Petition Jugendliche einer Projektgruppe, die auf der Grundlage einer Idee der Gruppe der 2. Generation eine Gedenkaktion zum Thema „2000 Menschen starben für den Bau eines Stollens“ erarbeiteten und zu den „Tagen der Begegnung“ im April diesen Jahres zeigten.  In der Petition wird gefordert, dass der Stollen auch künftig für Besucher der Gedenkstätte jederzeit zugänglich bleiben muss und dass sensibel abgewogen werden soll, ob der Verkauf an private Eigentümer die richtige Entscheidung für die Zukunft des Stollens ist. Der Stollen war nach der Wende von der Treuhand privatisiert worden, hatte mehrfach den Besitzer gewechselt und steht nunmehr wieder im Rahmen eines Insolvenzverfahrens vor einer erneuten Zwangsversteigerung.

Unterschrieben hatten zunächst während der Gedenkveranstaltung am Stollen im April 2018 die ehemaligen Häftlinge Georges Petit und Ryszard Kosinski, die selbst noch unter unmenschlichsten Arbeitsbedingungen am Bau des Stollens beteiligt waren. Auch Familienmitglieder, Söhne, Enkel, Urenkel ehemaliger Häftlinge sowie Gäste der Gedenkveranstaltung setzten ihre Unterschriften unter die Petition, darunter auch Personen des öffentlichen Lebens wie Wiebke Bruns.

Die Jugendlichen der Projektgruppe, engagierte Vereinsmitglieder und Förderer der Vereinsarbeit sammelten in den nachfolgenden Wochen weitere Unterschriften von Bürgern der Region, die die Forderung nach uneingeschränktem Zugang zum Stollen für Besucher der Gedenkstätte unterstützen.

Der Petitionsausschuss nahm die Unterschriftenlisten entgegen und sagte zu, das Anliegen mit verantwortlichen Ministerien und Ausschüssen zu besprechen und bis zum Herbst 2018 Lösungsmöglichkeiten zu prüfen. Eine Delegation des Petitionsausschusses will sich den Stollen im August vor Ort anschauen.

Wir alle müssen gemeinsam die Verantwortung für diesen Ort übernehmen und das Gedenken für künftige Generationen ermöglichen. Denn: “Wo sollen wir uns sonst erinnern, wo sollen wir trauern – und wo sollen wir nachdenken?” fragten die Jugendlichen während ihrer Aktion im April zu Recht.

Der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

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Ryszard Kosinski sowie Georges Petit und seine Familie gehören zu den Erstunterzeichnern der Petition, Viele weitere Unterschriften folgten noch während der Gedenkveranstaltung vor dem Stollen.

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An die

Präsidentin des

Landtags von Sachsen-Anhalt
Domplatz 6-9
39104 Magdeburg                                                                                                                                         Langenstein, 21.06.2018

 

 

PETITION – für den Erhalt der Stollenanlage in Langenstein – Zwieberge und die Möglichkeit

                     der erweiterten Nutzung durch die Gedenkstätte

 

 

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin,

sehr geehrte Abgeordnete,

 

  • In der Zeit von April 1944 bis April 1945 wurde durch die Häftlinge des KZ Langenstein – Zwieberge eine unterirdische Stollenanlage von 13 km Länge in die Thekenberge bei Halberstadt getrieben.
  • Es sollten dort Teile für die Fertigung strahlgetriebener Flugzeuge produziert werden.
  • Der Stollen ist ein historischer Ort, an dem nahezu 2.000 Häftlinge durch die menschenverachtende Zwangsarbeit ihr Leben verloren haben.
  • Der Stollen ist ein Ort, an dem der Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen unter mörderischen Bedingungen auf unanfechtbare Weise dokumentiert ist.
  • Dieses Stollensystem wurde während der DDR – Zeit und nach der Wiedervereinigung durch die NVA bzw. Bundeswehr militärisch genutzt. Ein Teil der Anlage wurde dafür ausgebaut.
  • Im Jahr 1994 hat die Bundeswehr den Stollen verlassen.
  • Kurz darauf wurde er durch die Treuhand privatisiert und eine wirtschaftliche Nutzung wurde durch ehemalige Häftlinge, die nach Langenstein zurückkehrten, immer wieder scharf kritisiert.
  • Es gab seither mehrfach wechselnde Eigentümer.
  • Dadurch war die Nutzung des Stollens für die Arbeit der Gedenkstätte stark eingeschränkt.
  • 2001 wurde beispielsweise ehemaligen Häftlingen und ihren Familienangehörigen der Zutritt zum Stollen verwehrt.
  • Seit 2003 gab es einen Nutzungsvertrag zwischen der Gedenkstätte und dem Eigentümer.
  • Das Land Sachsen-Anhalt hat daraufhin 120 m des Stollens gesichert und für Besucher der Gedenkstätte zugänglich gemacht.
  • Seit 2011 ist der Besitzer insolvent. Der Nutzungsvertrag gilt nicht mehr und die Gedenkstätte ist seitdem vom Wohlwollen des Insolvenzverwalters abhängig, wenn Besucher den Stollen besichtigen wollen.
  • Die Stadt Halberstadt leitete inzwischen mehrere Zwangsversteigerungen der Anlage ein.
  • Seitdem gab es mehrere gescheiterte Verkaufsversuche, unter den Bietern waren teilweise dubiose Firmen.
  • Der Förderverein und die ehemaligen Häftlinge sowie deren Angehörige sind in ständiger Sorge, dass die Nutzung des Stollens für die Arbeit der Gedenkstätte durch einen Verkauf gefährdet wird.

 

Wir fordern daher:

  • den ungehinderten kostenfreien Zugang zum Stollen für die Besucher der Gedenkstätte,
  • eine angemessene Erweiterung des Rundgangs durch den seit 1945 unveränderten Teil des Stollens,  um das Ausmaß der menschenverachtenden Zwangsarbeit noch besser kenntlich zu machen,
  • dass sich die politischen Entscheidungsträger klar für den Erhalt des Stollens positionieren und mit allen Möglichkeiten die Gedenkstätte unterstützen,
  • dass sensibel abgewogen wird, ob der Verkauf an private Eigentümer die richtige Entscheidung für die Zukunft des Stollens ist.

 

Wir erwarten:

  • von den Abgeordneten aller Parteien Unterstützung,
  • von der Regierung des Landes Sachsen-Anhalt ein klares Votum für den Erhalt des Stollens und die Bereitschaft, in der Zukunft finanzielle Mittel für eine Erweiterung des Rundgangs durch den Stollens zur Verfügung zu stellen.

 

Wir wenden uns an Sie, weil:

  • wir in großer Sorge sind, dass der Zugang zum Stollen gefährdet ist.
  • wir als Förderverein die Interessen der ehemaligen Häftlinge und ihrer Angehörigen vertreten.
  • wir der Meinung sind, dass die in den letzten Jahrzehnten getroffenen Fehlentscheidungen endlich wieder korrigiert werden müssen.
  • es sich bei dem Tod von 2.000 Menschen aus 23 Ländern um keinen „Vogelschiss“ der Geschichte handelt.
  • es auch nach 73 Jahren noch notwendig ist, sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander zu setzen und seine Mechanismen aufzuzeigen um zu begreifen, dass Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen immer Grundlagen sind für eine dogmatische Politik, die Menschenrechte missachtet.
  • diese Stollenanlage als historischer Ort das Herzstück der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge ist.

 

Aus all den genannten Gründen wenden wir uns per Petition an Sie und übergeben Ihnen 1068 Unterschriften von Bürgern der Bundesrepublik Deutschland sowie ehemaligen Häftlingen und deren Angehörigen aus Belgien, Frankreich, Italien, Lettland, Polen und der Ukraine, die unser Anliegen unterstützen.

422,00 Euro beim Bücherflohmarkt!!

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Bei unserem diesjährigen Bücherflohmarkt,  der in bewährter Weise vor dem Gleimhaus stattfand, konnten wir für neue Namenstafeln Spenden durch Bücherverkäufe in Höhe von 422,00 Eure einnehmen. Dabei gab es bei sommerlichem Wetter wieder interessante Gespräche über Literatur, aber auch über die Geschichte des KZ Langenstein-Zwieberge, die Gedenkstätte und die Situation des Stollens.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Lesern, die mit ihrem Bücherkauf die Arbeit unseres Vereins fördern, beim Gleimhaus für die Unterstützung und auch bei Frank Dörfer, Anne Fliege, Karola und Detlef Künne, Torsten Langer sowie Konstantin Lesnych für das Tragen unserer schweren Bücherkisten.

Der Vorstand des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

Bücherflohmarkt des Fördervereins am 7. Juli bei “Ton am Dom”

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Liebe Leseratten – Bücher, Bücher, Bücher für Sie!!!!

 

Nur am Samstag, 7. Juli finden Sie unseren Bücherflohmarkt

wieder auf dem Halberstädter Töpfermarkt “Ton am Dom”!!!

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Ab 10.00 Uhr können Sie vor dem Gleimhaus Halberstadt (bei Regen im Lesesaal des Gleimhauses) wieder in unseren Bücherkisten Krimis, Romane, Kinderbücher, Bildbände oder Klassiker für nur 1,00 Euro finden.

!!!!!!! Zu jeder vollen Stunde verschenken wir ein Buchpaket an einen Interessenten !!!!!!

Das Geld wird für die Anfertigung weiterer Namenstafeln genutzt. Wir freuen uns auf Sie!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge

Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein

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Kluge Texte, dazu gute handgemachte Musik – Singersongwriter mit Punkelementen – das gab es am 25.5. im Konzertkeller der ZORA Halberstadt zu erleben. Friedemann mit seiner Band war zu Gast, in der vom Vorstand des Fördervereins organisierten Reihe “Noten für Namen”, um Spenden für Namenstafeln zu sammeln, damit den ermordeten Häftlingen ihre Identität zurück gegeben werden kann.

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Friedemann ist ein ungewöhnlicher Künstler mit einer klaren Botschaft. In seinen Texten geht es um das Leben, wie es ist und wie es sein sollte, damit alle glücklich sind. Dabei beschreibt er kurzweilig und authentisch das Leben im Allgemeinen, sein eigenes zwischen Musik, Familie, Tattoo-Studio, Bauernhof und dem Mauern von Öfen sowie das Leben, für das wir als Gesellschaft verantwortlich sind, und fordert in seinen Texten Toleranz, Freiheit, Demokratie und gegenseitige Achtung ein. Das funktioniert nur, wenn wir alle etwas dazu beitragen, jeder so, wie er kann, denn nur meckern oder den Kopf in den Sand stecken bringt uns nicht weiter. Und das ist doch eine wirklich menschliche, demokratische und zeitgemäße Einstellung zum Leben. Wenn man seine Texte hört und dann in sich hineinhört, kommt man letztendlich zu dem Schluss, dass man selbst vielleicht doch etwas mehr für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft tun kann. Und sie machen Mut, diese Texte, denn man erkennt, dass man mit vielen Einstellungen nicht allein ist. 

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Im Zusammenspiel mit seinen Freunden und Musikerkollegen Christian, Matthias und Johannes, die sein Gitarrenspiel und seinen Gesang mit Bassgitarre, Liedgitarre sowie Akkordeon und Schlagzeug/Cajon begleiteten, ergab sich ein ganz besonderes Klang- und Hörerlebnis, das am Mischpult gut mit Lichteffekten kombiniert wurde. 

Der dazu passende Konzertkeller der ZORA, in dem wir zu Gast sein durften, war gut gefüllt mit begeisterten Zuhörern, die nicht nur viel Applaus, sondern auch 302,30  Euro für unsere Namenstafeln spendeten.

Ein grandioser Abend!

Dank sagen möchten wir auch der ZORA für die gute Betreuung der Band und die kostenfreie Nutzung des Konzertkellers, dem spendenfreudigen Publikum und natürlich Friedemann und Band. Letztere besuchten vor ihrer Abreise zum nächsten Konzerttermin in Lüneburg am nächsten Tag noch die Gedenkstätte Langenstein – Zwieberge, um bei einem Rundgang mit der Vereinsvorsitzenden Hanka Rosenkranz mehr über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers zu erfahren. 

Alle, die dieses tolle Konzert von Friedemann verpasst haben, können sein neues Programm am 31. Oktober 2018 in Quedlinburg in der Reichenstraße erleben.

(Infos unter https://friedemann-ruegen.de/#termine    oder    https://www.reichenstrasse.de/index.php/kultur) 

Friedemann und Band, wir sehen uns dann auf jeden Fall wieder!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge            (Foto: M. Lucht, privat)

 

Konzert “Noten für Namen”: Akustik/Folk mit Friedemann

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Unser nächstes Konzert mit dem politischen Liedermacher Friedemann

findet am 25. Mai 2018

in der ZORA Halberstadt (Soziokulturelles Zentrum ZORA e.V., Am Johanniskloster 9) statt.

Beginn:.20.00.Uhr

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FRIEDEMANN hat sich in den letzten Jahren tief inspiriert von persönlichen Erfahrungen auf das besonnen, was die wahre Kunst des Songwritings ausmacht: Ehrlichkeit und Authentizität. Der Verweis auf die therapeutische Wirkung von Musik, beim Konsum ebenso wie bei der Schöpfung wurde selten zuvor mit soviel Inhalt gefüllt. Das Album ist ein derart offener, zuweilen schmerzhafter, aber auch hoffnungsvoller Blick in die Seele eines Mannes, der verdammt viel zu sagen und noch viel mehr erlebt hat. Musikalisch liefert Friedemann hier eine völlig andere Herangehensweise als mit COR – seine Inspirationen sind vielschichtiger, persönlicher, deutlicher. Die Wut ist aber nach wie vor eine seiner wichtigsten Quellen. Fast durchweg vollständig akustisch eingespielt mit nur einer Gitarre, zuweilen mit Bass- oder Drum-Unterstützung (von u.a. Conny Ochs) gibt er den Texten, die komplett deutschsprachig zwischen Social Poetry und klassischem Storytelling schwanken, unendlich viel Raum. Das Ergebnis sind persönliche, therapeutische Betrachtungen ebenso wie klar politische Statements, die sich der Vereinnahmung durch Standardpositionen des Tagesgeschäfts eindrucksvoll widersetzen.

Erhalten Sie weitere Informationen über:

- https://friedemann-ruegen.de/ https://www.youtube.com/results?search_query=friedemann+r%C3%BCgen

- aktuelles ALBUM: Wer hören will muss schweigen (29.01.16 // Exile on Mainstream Rec. // Presse )

- ALBUM- STREAM: (klick // PW: LausigeZeiten // für Journalisten, Booker, Veranstalter, INTERN)

- VIDEO-SINGLEAUSKOPPLUNG: “Haben und Brauchen” “Gejammer“ „Glück“ „Wunder“

- ALBUM-TRAILER: klick TOUR-TRAILER: klick Konzertbericht Rügen-TV: 28.01.16 Bergen auf Rügen

- TOURINFOS: Band- und Tourkontakt: Matze www.ANTIPOP-tourbooking.de info@ ANTIPOP-tourbooking.de ++49 (0) 15221943766

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Aktualisierung Mitgliederverzeichnis

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Liebe Mitglieder und Freunde unseres Fördervereins,

das Jahr 2017 neigt sich seinem Ende entgegen und 2018 steht vor der Tür. Für unseren Verein wird es ein ganz besonderes Jahr werden, haben wir doch unser Ziel erreicht, alle 772 in den sechs Massengräbern ruhenden Opfer aus ihrer Anonymität zu holen und ihnen ihre Würde und ihren Namen zurückzugeben. Die letzten noch fehlenden Namenstafeln werden gerade angefertigt und zu den Tagen der Begegnung im April 2018 angebracht sein.

Dieses große Projekt konnten wir in knapp 10 Jahren nur realisieren, weil sich zahlreiche Menschen dafür engagiert haben – ehemalige Häftlinge, die Gruppe der 2. Generation, Kinder und Familien der Opfer, Bürger und Firmen aus der Region, Besucher unserer Konzertreihe “Noten für Namen”, alle Künstler, die ohne Gage diese Konzerte gestaltet haben, Einzelbesucher der Gedenkstätte und nicht zuletzt die Mitglieder unseres Vereins – sie alle haben gespendet und somit zum Gelingen beigetragen. Und darauf können wir alle sehr stolz sein.

Aber unsere Arbeit geht weiter. Auch für die Opfer im Südlichen Massengrab gilt es, sie aus der Anonymität zu holen. Dieses Vorhaben wollen wir als Förderverein ebenfalls unterstützen und weiterhin Spenden für Namenstafeln einwerben. So wird es u.a. auch die Reihe “Noten für Namen” weiterhin geben und auch Mitgliedsbeiträge werden teilweise für dieses Projekt verwendet werden. Alle Spender und Vereinsmitglieder erhalten dafür Spendenquittungen. Allerdings gestaltet sich deren Erstellung und Zustellung für unsere Kassenverantwortliche Kerstin Schmieder mitunter sehr schwierig, wir haben deutsche und ausländische Mitglieder und das Mitgliederverzeichnis bedarf dringend einer Aktualisierung.

BITTE INFORMIEREN SIE UNS DESHALB PER MAIL (kontakt@foerderverein-langenstein-zwieberge.de) UNTER ANGABE IHRER POSTANSCHRIFT DARÜBER, OB SIE SPENDER ODER MITGLIED SIND.

Damit würden Sie dem Vorstand die Arbeit erheblich erleichtern. Vielen Dank.

Frohe und erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 2018 wünschen all unseren Mitgliedern und Freunden

 

Hanka Rosenkranz, André Baud, Gesine Daifi, Kerstin Schmieder und Martina Lucht

Stummfilmpianist Richard Siedhoff – ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden

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Einen Stummfilm mit einem Stummfilmpianisten live am Klavier zu erleben – so etwas gibt es nur in der Reihe „Noten für Namen“ des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein – Zwieberge!

Und so erlebte das Publikum in der Moses-Mendelssohn-Akademie am 24. November 2017 einen sehr speziellen, unterhaltsamen und lustigen Abend mit dem Stummfilmstar Buster Keaton, einer Horde Indianer und einer ganz besonderen Kuh. 

Richard Siedhoff, der die Halberstädter bereits vor 2 Jahren mit dem Buster-Keaton-Film „Der General“ erfreute, hatte sich zum zweiten Mal mit seinen Filmrollen, einem Filmprojektor und seinem Kompositions- und Improvisationstalent am Klavier auf den Weg nach Halberstadt gemacht.

Im Vorfilm „Das Bleichgesicht“ bestand Buster Keaton zunächst sein Wild-West-Abenteuer als Schmetterlingsfänger unter Indianern, die von den Ölbaronen um ihr Land betrogen werden sollten. Nach wilden Verfolgungsjagden und Schießereien, Tänzen um den Marterpfahl und zahlreichen verrückten Zufällen konnte Buster Keaton nicht nur als „Kleiner Häuptling Bleichgesicht“ die Besitzurkunde des Indianerlandes erobern, sondern zugleich auch das Herz der schönen Indianersquaw.  

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Noch mehr Slapstick und lustige Filmgags wurden anschließend im Hauptfilm „Go West“ (Der Cowboy) präsentiert. Der mittellose Tramp Buster Keaton landet als Cowboy ohne Erfahrung auf einer Ranch und schließt Freundschaft mit einer Kuh, die mit allen anderen Rindern auf einen Viehtransport gehen soll. Nach vielen komischen Filmeinlagen und der wilden Stampede einer Rinderherde durch die Straßen von Los Angeles der 1920-er Jahre rettet Keaton seine geliebte Kuh vor dem Schlachthaus und den Ranchbesitzer vor dem finanziellen Ruin. Als Dank bekommt Buster Keaton seine Kuh und noch obendrein die schöne Tochter des Ranchbesitzers, der sie alle vier in den Sonnenuntergang chauffiert.  

Richard Siedhoff begleitete beide Filme am Klavier und unterstrich mit seiner frei und ohne Noten gespielten Musik gekonnt die Dramatik der Filmszenen. Akustisch knallten die Revolver, pfiffen die Indianerpfeile durch die Luft, plumpste Buster Keaton vom Pferd und stampften die Rinder durch die Straßen und Geschäfte der Stadt. Man hörte sogar, wie sich zarte Liebesbande zwischen dem Filmhelden und einer schönen Frau entsponnen – der verliebten Kuh Braunauge! Schon der Film selbst war urkomisch, aber mit Richards Klavierbegleitung fühlte man sich in die charmante Kinokultur des frühen 20. Jahrhunderts versetzt. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Applaus für diesen sehr besonderen Kunstgenuss und Richard versprach, im nächsten Jahr wieder nach Halberstadt zu kommen – worauf wir uns schon sehr freuen! 

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Vor der Vorstellung und in der Pause nutzten die Gäste unseren kleinen Getränkeausschank und kamen mit Richard beim Wechseln der Filmrollen am Projektor ins Gespräch. Aber auch unsere Vereinsarbeit und unser Anliegen, Spenden für Namenstafeln einzuwerben, wurde thematisiert. Hanka Rosenkranz, die Vorsitzende unseres Vereins, konnte dem Publikum mitteilen, dass unser Ziel, alle in den sechs Massengräbern ruhenden Opfer aus der Anonymität zu holen, mit der Anbringung der letzten 82 Namenstafeln zu den „Tagen der Begegnung“ am 15. April 2018 erreicht sein wird. Unser Einwerben von Spenden für Namenstafeln wird sich dann auf die Umgestaltung des südlichen Massengrabes konzentrieren, denn auch die Opfer dieses Grabes sollen bei ihrem Namen genannt werden. Für unser Anliegen konnten wir nicht nur ein neues Vereinsmitglied gewinnen, sondern am Ende des Abends auch 311.50€ an Spendengeldern einnehmen. Wir bedanken uns herzlich bei unserem Publikum.

Unser Dank gilt ebenso der Leiterin der Moses-Mendelssohn-Akademie, Frau Dick, die uns wiederholt die Möglichkeit bot, die Räume der Akademie kostenlos zu nutzen sowie den beiden Mitarbeiterinnen, Frau Wohlmann und Frau Günter , die uns tatkräftig beim Ein- und Aufräumen unterstützten. 

Die Projektionswand zum Zeigen des Films hatte uns die Stadtbibliothek Heinrich Heine ausgeliehen und auch dafür möchten wir Frau Sommer herzlich danken.

Stummfilmpianist spielt live zum Film “Go west” mit Buster Keaton

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Der Stummfilmpianist Richard Siedhoff spielt live

zum Stummfilm “Go West” mit Buster Keaton:

Am 24.11. laden wir Sie herzlich um 19.00 Uhr

in die Moses-Mendelssohn-Akademie in Halberstadt (Rosenwinkel)

zum nächsten Event in der Reihe Noten für Namen ein.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende für den Guss von Namenstafeln, die am Gräberfeld angebracht werden. Den Opfern wird so Ihr Name und damit ihre Identität und Würde zurück gegeben.

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Der Stummfilmpianist Richard Siefhoff wurde dem Halberstädter Publikum bereits 2015 bekannt, als er den Film „Der General“ mit Buster Keaton präsentierte. Nun konnte der Förderverein den Künstler für einen weiteren Abend in Halberstadt gewinnen. Gezeigt wird der Stummfilm „Go west“, außerdem hat R. Siedhoff weitere Überraschungen im Gepäck.

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Richard Siedhoff wurde 1987 in Weimar geboren und erhielt seit seinem siebten Lebensjahr klassischen Klavierunterricht. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er einige Zeit als Cutter und studierte anschließend Musikwissenschaft und Kulturmanagement an der HfM Franz Liszt Weimar. Schon in der Schulzeit kam Siedhoff mit Stummfilm und Stummfilmmusik in Berührung und befasst sich seit dem Studium intensiver mit dieser Kunstform. Seit 2008 hat er schon weit mehr als 100 Stummfilme am Klavier vertont, wofür er eigene Kompositionen mit konzipierten Improvisationen verbindet. Er gastiert regelmäßig im Filmmuseum München, den Internationalen Stummfilmtagen Bonn, trat bei den Donaufestspielen Krems sowie den Filmfest Braunschweig auf und spielt regelmäßig die Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig. Neben großen Kinos bespielt er auch kleine Kultureinrichtungen mit 16mm-Filmprojektoren. Er ist Hauspianist im Lichthaus Kino Weimar, dessen Stummfilmprogramm er kuratiert. Auf seiner Internetseite präsentiert er sein umfangreiches Repertoire.

Über Buster Keaton und Charlie Chaplin schreibt Siedhoff: 

Im Sommer 1925 lief mit „Goldrush“ nach mehrjähriger Pause wieder ein „richtiger“ Chaplin-Film in den Kinos an. Getoppt wurde Chaplins Erfolg nur noch mit „The Freshman“ von Harold Lloyd. Pathos hieß das Zauberwort der Session und so wagte auch Keaton nach „Seven Chances“ (1924), der freien Adaption eines Broadway-Stücks, einen Ausflug ins Chaplin‘sche Terrain. Die Fabel von Androkles und dem Löwen wird hier zur Fabel von Buster und der Kuh. Hier tritt Keaton vorläufig auch das letzte Mal als die Filmfigur auf, die er seit seinen frühesten Filmen verkörperte, wenn auch keinesfalls konsequent wie Chaplin: Als der stoische Außenseiter mit flachem Filzhut, der sich bei allen Katastrophen sofort anpasst, keine Miene verzieht und immer einen gewitzten Ausweg findet. Dennoch bleibt sein „Stoneface“ nie ungerührt. Die ungeheure emotionale Tiefe, die Keaton mit minimalster Mimik, hier besonders im Zusammenspiel mit der Kuh „Brown Eyes“ auf die Leinwand bannt, sucht seines Gleichen. Die treue Kuh, in die Buster sich in „Go West“ verliebt, ist eine bezeichnend ironische Auseinandersetzung mit seinem Privatleben – die Ehe mit Natalie Talmadge kriselte. Wollten ihn in „Seven Chances“ noch tausende heiratswillige Frauen meucheln, so begnügt er sich hier mit einer richtigen Kuh, die ihm am Ende mehr bedeutet als des Farmers schöne Augen machende Tochter. „Brown Eyes“ bleibt damit die bezauberndste weibliche Hauptrolle der Stummfilmgeschichte! Ihr Name mag auch eine Verbeugung vor D. W. Griffith sein, dem großen amerikanischen Filmpionier, der Keaton sehr beeindruckte. „Brown Eyes“ ist in Griffiths epochemachendem Werk „Intolerance“ (1916) die brutal ermordete Heldin der Hugenotten-Episode. Die Dreharbeiten zu „Go West“ fanden in extremer Hitze statt, welche fast die Emulsion des Rohfilms zum Schmelzen brachte. Die Rinder waren besonders träge und das Finale des Films besonders schwer zu inszenieren. Später resümiert Keaton: „Manche Teile daran gefielen mir, aber als Film, im Ganzen, mochte ich ihn nicht.“ Dennoch war  „Go West“ ansehnlich erfolgreich und das Ergebnis kann sich mit all seinen surrealistischen Momenten sehen lassen. Unter Eigenregie gelingen Keaton Bilder, „die durch ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten“  (Frieda Grafe, 1964). Es ist nicht abwegig, dass solche Momente Luis Buñuels „L’âge d’or“ (1930) beeinflusst haben könnten. „Ich war mir nie bewusst, dass ich etwas anderes tat als zu versuchen, die Leute zum Lachen zu bringen.“  Keaton, wie er sein Bett des Weges zieht, Keaton vor dem Hintergrund der weiten Steppen, die Kühe im Warenhaus, Keaton auf- und ablaufend im Teufelskostüm, der nicht weiß, wie er seinen Hut aufsetzen soll, oder das abschließende Bild mit der Kuh im Auto sind unvergleichlich poetische Momente. Keaton, Künstler aus Instinkt, war immer sehr darauf bedacht, besonders stilisierte Motive für seine Bilder zu finden und wies seine Kameramänner immer wieder an, „ihn in die zentrale Achse zu setzen, seine Erscheinung in den Mittelpunkt klarer Linien und penibel beachteter Symmetrie zu rücken“  (Karl Prümm). Und Keaton parodiert Klischees, bevor sie etabliert sind: Ein einsamer Hund, ebenso verlassen wie die Hauptfigur, wird nicht zum treuen Freund und Begleiter –  er läuft weg. Und am Ende sind wir uns einig: Der beste Freund des Menschen ist die Kuh! 

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Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein

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Herzlichen Dank für das tolle Konzert! Das Gleimhaus war mit 65 begeisterten Besuchern voll besetzt. Die Stimmung war riesig. Wir haben 510 Euro Spenden eingenommen.

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Schon nach dem zweiten oder dritten Lied überkam einen die Lust, alle Stühle wegzuräumen, um zu tanzen oder wenigstens mit zu wippen mit einem Glas Guinness in der Hand.

Das Konzert der Gruppe „Cellart“ nahm schnell an Fahrt auf und riss das Publikum mit, so dass viel mitgeklatscht wurde. Die Kinder machten es uns vor, dass man seinen Gefühlen eigentlich freien Lauf lassen sollte. Die jüngste im Publikum, ein kleines Mädchen mit langen blonden Haaren und vielleicht 5 Jahre alt, ließ sich nämlich nicht lange bitten und tanzte im Gleimhaus durch die Reihen.

Die vier Männer aus Wernigerode haben sich dem irischen und deutschen Folk verschrieben. In ihren Liedern singen sie von Beziehungsgeschichten, von Kriegen, vom Trinken und dem Leben überhaupt. Das Programm der vier besteht aus traditionellen und eigenen Liedern, meist in englischer und deutscher Sprache gesungen. Es wird aber auch mal Italienisch oder Spanisch gesungen oder Musik vom Balkan gespielt.

Man spürte ihren Spaß an der Musik, bewunderte die Vielfältigkeit der Instrumente, die zum Einsatz kamen. Natürlich durften Geige, Mandoline, Akkordeon, Banjo und Gitarre nicht fehlen.

Alles nicht zu ernst nehmen, das Motto der Vier, gab dem Programm seine Leichtigkeit und ließ das Publikum kräftig applaudieren, so dass es eine reichliche Zugabe gab.

Am Ende hat unser Konzert „Noten für Namen“ jeden beschwingt nach Hause gehen lassen und der Spendentopf für die Fertigung von Namenstafeln war mit 510,00 Euro gut gefüllt.

Wir sagen ein herzliches DANKESCHÖN an Harald und Norman Kruft, Willi Hermichen und Steffen Blauwitz.

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