Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V. RSS Feed
 
 
 
 

Bücherflohmarkt des Fördervereins am 7. Juli bei “Ton am Dom”

.

Liebe Leseratten – Bücher, Bücher, Bücher für Sie!!!!

 

Nur am Samstag, 7. Juli finden Sie unseren Bücherflohmarkt

wieder auf dem Halberstädter Töpfermarkt “Ton am Dom”!!!

.

Ab 10.00 Uhr können Sie vor dem Gleimhaus Halberstadt (bei Regen im Lesesaal des Gleimhauses) wieder in unseren Bücherkisten Krimis, Romane, Kinderbücher, Bildbände oder Klassiker für nur 1,00 Euro finden.

Das Geld wird für die Anfertigung weiterer Namenstafeln genutzt. Wir freuen uns auf Sie!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge

Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein

.

IMG 1782-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein     IMG 1777-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein

Kluge Texte, dazu gute handgemachte Musik – Singersongwriter mit Punkelementen – das gab es am 25.5. im Konzertkeller der ZORA Halberstadt zu erleben. Friedemann mit seiner Band war zu Gast, in der vom Vorstand des Fördervereins organisierten Reihe “Noten für Namen”, um Spenden für Namenstafeln zu sammeln, damit den ermordeten Häftlingen ihre Identität zurück gegeben werden kann.

IMG 1775-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein     IMG 1789-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein

Friedemann ist ein ungewöhnlicher Künstler mit einer klaren Botschaft. In seinen Texten geht es um das Leben, wie es ist und wie es sein sollte, damit alle glücklich sind. Dabei beschreibt er kurzweilig und authentisch das Leben im Allgemeinen, sein eigenes zwischen Musik, Familie, Tattoo-Studio, Bauernhof und dem Mauern von Öfen sowie das Leben, für das wir als Gesellschaft verantwortlich sind, und fordert in seinen Texten Toleranz, Freiheit, Demokratie und gegenseitige Achtung ein. Das funktioniert nur, wenn wir alle etwas dazu beitragen, jeder so, wie er kann, denn nur meckern oder den Kopf in den Sand stecken bringt uns nicht weiter. Und das ist doch eine wirklich menschliche, demokratische und zeitgemäße Einstellung zum Leben. Wenn man seine Texte hört und dann in sich hineinhört, kommt man letztendlich zu dem Schluss, dass man selbst vielleicht doch etwas mehr für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft tun kann. Und sie machen Mut, diese Texte, denn man erkennt, dass man mit vielen Einstellungen nicht allein ist. 

IMG 1780-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein     IMG 1784-300x225 in Grandioses Konzert mit Friedemann fordert Toleranz und Glücklichsein und spielt 302,30 Euro Spenden ein

Im Zusammenspiel mit seinen Freunden und Musikerkollegen Christian, Matthias und Johannes, die sein Gitarrenspiel und seinen Gesang mit Bassgitarre, Liedgitarre sowie Akkordeon und Schlagzeug/Cajon begleiteten, ergab sich ein ganz besonderes Klang- und Hörerlebnis, das am Mischpult gut mit Lichteffekten kombiniert wurde. 

Der dazu passende Konzertkeller der ZORA, in dem wir zu Gast sein durften, war gut gefüllt mit begeisterten Zuhörern, die nicht nur viel Applaus, sondern auch 302,30  Euro für unsere Namenstafeln spendeten.

Ein grandioser Abend!

Dank sagen möchten wir auch der ZORA für die gute Betreuung der Band und die kostenfreie Nutzung des Konzertkellers, dem spendenfreudigen Publikum und natürlich Friedemann und Band. Letztere besuchten vor ihrer Abreise zum nächsten Konzerttermin in Lüneburg am nächsten Tag noch die Gedenkstätte Langenstein – Zwieberge, um bei einem Rundgang mit der Vereinsvorsitzenden Hanka Rosenkranz mehr über die Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers zu erfahren. 

Alle, die dieses tolle Konzert von Friedemann verpasst haben, können sein neues Programm am 31. Oktober 2018 in Quedlinburg in der Reichenstraße erleben.

(Infos unter https://friedemann-ruegen.de/#termine    oder    https://www.reichenstrasse.de/index.php/kultur) 

Friedemann und Band, wir sehen uns dann auf jeden Fall wieder!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge            (Foto: M. Lucht, privat)

 

Konzert “Noten für Namen”: Akustik/Folk mit Friedemann

.

Unser nächstes Konzert mit dem politischen Liedermacher Friedemann

findet am 25. Mai 2018

in der ZORA Halberstadt (Soziokulturelles Zentrum ZORA e.V., Am Johanniskloster 9) statt.

Beginn:.20.00.Uhr

 FRIEDEMANN-2018-credit-C Thiele-300x200 in Konzert Noten für Namen: Akustik/Folk mit Friedemann

FRIEDEMANN hat sich in den letzten Jahren tief inspiriert von persönlichen Erfahrungen auf das besonnen, was die wahre Kunst des Songwritings ausmacht: Ehrlichkeit und Authentizität. Der Verweis auf die therapeutische Wirkung von Musik, beim Konsum ebenso wie bei der Schöpfung wurde selten zuvor mit soviel Inhalt gefüllt. Das Album ist ein derart offener, zuweilen schmerzhafter, aber auch hoffnungsvoller Blick in die Seele eines Mannes, der verdammt viel zu sagen und noch viel mehr erlebt hat. Musikalisch liefert Friedemann hier eine völlig andere Herangehensweise als mit COR – seine Inspirationen sind vielschichtiger, persönlicher, deutlicher. Die Wut ist aber nach wie vor eine seiner wichtigsten Quellen. Fast durchweg vollständig akustisch eingespielt mit nur einer Gitarre, zuweilen mit Bass- oder Drum-Unterstützung (von u.a. Conny Ochs) gibt er den Texten, die komplett deutschsprachig zwischen Social Poetry und klassischem Storytelling schwanken, unendlich viel Raum. Das Ergebnis sind persönliche, therapeutische Betrachtungen ebenso wie klar politische Statements, die sich der Vereinnahmung durch Standardpositionen des Tagesgeschäfts eindrucksvoll widersetzen.

Erhalten Sie weitere Informationen über:

- https://friedemann-ruegen.de/ https://www.youtube.com/results?search_query=friedemann+r%C3%BCgen

- aktuelles ALBUM: Wer hören will muss schweigen (29.01.16 // Exile on Mainstream Rec. // Presse )

- ALBUM- STREAM: (klick // PW: LausigeZeiten // für Journalisten, Booker, Veranstalter, INTERN)

- VIDEO-SINGLEAUSKOPPLUNG: “Haben und Brauchen” “Gejammer“ „Glück“ „Wunder“

- ALBUM-TRAILER: klick TOUR-TRAILER: klick Konzertbericht Rügen-TV: 28.01.16 Bergen auf Rügen

- TOURINFOS: Band- und Tourkontakt: Matze www.ANTIPOP-tourbooking.de info@ ANTIPOP-tourbooking.de ++49 (0) 15221943766

Bis zu 50 Euro für unseren Verein über die Internetplattform gooding

.

Über die Internetplattform gooding Einkaufen oder Urlaub buchen und für unseren Verein bis zu 50 Euro spenden – ohne Mehrkosten!

Urlaub-buchen-strandkorb-1200x1200-2-300x300 in Bis zu 50 Euro für unseren Verein über die Internetplattform gooding

 

Aktualisierung Mitgliederverzeichnis

.

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Fördervereins,

das Jahr 2017 neigt sich seinem Ende entgegen und 2018 steht vor der Tür. Für unseren Verein wird es ein ganz besonderes Jahr werden, haben wir doch unser Ziel erreicht, alle 772 in den sechs Massengräbern ruhenden Opfer aus ihrer Anonymität zu holen und ihnen ihre Würde und ihren Namen zurückzugeben. Die letzten noch fehlenden Namenstafeln werden gerade angefertigt und zu den Tagen der Begegnung im April 2018 angebracht sein.

Dieses große Projekt konnten wir in knapp 10 Jahren nur realisieren, weil sich zahlreiche Menschen dafür engagiert haben – ehemalige Häftlinge, die Gruppe der 2. Generation, Kinder und Familien der Opfer, Bürger und Firmen aus der Region, Besucher unserer Konzertreihe “Noten für Namen”, alle Künstler, die ohne Gage diese Konzerte gestaltet haben, Einzelbesucher der Gedenkstätte und nicht zuletzt die Mitglieder unseres Vereins – sie alle haben gespendet und somit zum Gelingen beigetragen. Und darauf können wir alle sehr stolz sein.

Aber unsere Arbeit geht weiter. Auch für die Opfer im Südlichen Massengrab gilt es, sie aus der Anonymität zu holen. Dieses Vorhaben wollen wir als Förderverein ebenfalls unterstützen und weiterhin Spenden für Namenstafeln einwerben. So wird es u.a. auch die Reihe “Noten für Namen” weiterhin geben und auch Mitgliedsbeiträge werden teilweise für dieses Projekt verwendet werden. Alle Spender und Vereinsmitglieder erhalten dafür Spendenquittungen. Allerdings gestaltet sich deren Erstellung und Zustellung für unsere Kassenverantwortliche Kerstin Schmieder mitunter sehr schwierig, wir haben deutsche und ausländische Mitglieder und das Mitgliederverzeichnis bedarf dringend einer Aktualisierung.

BITTE INFORMIEREN SIE UNS DESHALB PER MAIL (kontakt@foerderverein-langenstein-zwieberge.de) UNTER ANGABE IHRER POSTANSCHRIFT DARÜBER, OB SIE SPENDER ODER MITGLIED SIND.

Damit würden Sie dem Vorstand die Arbeit erheblich erleichtern. Vielen Dank.

Frohe und erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 2018 wünschen all unseren Mitgliedern und Freunden

 

Hanka Rosenkranz, André Baud, Gesine Daifi, Kerstin Schmieder und Martina Lucht

Stummfilmpianist Richard Siedhoff – ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden

IMG 7951klein-225x300 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7941klein-225x300 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7939klein-225x300 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7946klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden

Einen Stummfilm mit einem Stummfilmpianisten live am Klavier zu erleben – so etwas gibt es nur in der Reihe „Noten für Namen“ des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein – Zwieberge!

Und so erlebte das Publikum in der Moses-Mendelssohn-Akademie am 24. November 2017 einen sehr speziellen, unterhaltsamen und lustigen Abend mit dem Stummfilmstar Buster Keaton, einer Horde Indianer und einer ganz besonderen Kuh. 

Richard Siedhoff, der die Halberstädter bereits vor 2 Jahren mit dem Buster-Keaton-Film „Der General“ erfreute, hatte sich zum zweiten Mal mit seinen Filmrollen, einem Filmprojektor und seinem Kompositions- und Improvisationstalent am Klavier auf den Weg nach Halberstadt gemacht.

Im Vorfilm „Das Bleichgesicht“ bestand Buster Keaton zunächst sein Wild-West-Abenteuer als Schmetterlingsfänger unter Indianern, die von den Ölbaronen um ihr Land betrogen werden sollten. Nach wilden Verfolgungsjagden und Schießereien, Tänzen um den Marterpfahl und zahlreichen verrückten Zufällen konnte Buster Keaton nicht nur als „Kleiner Häuptling Bleichgesicht“ die Besitzurkunde des Indianerlandes erobern, sondern zugleich auch das Herz der schönen Indianersquaw.  

IMG 7971klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7968klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden

Noch mehr Slapstick und lustige Filmgags wurden anschließend im Hauptfilm „Go West“ (Der Cowboy) präsentiert. Der mittellose Tramp Buster Keaton landet als Cowboy ohne Erfahrung auf einer Ranch und schließt Freundschaft mit einer Kuh, die mit allen anderen Rindern auf einen Viehtransport gehen soll. Nach vielen komischen Filmeinlagen und der wilden Stampede einer Rinderherde durch die Straßen von Los Angeles der 1920-er Jahre rettet Keaton seine geliebte Kuh vor dem Schlachthaus und den Ranchbesitzer vor dem finanziellen Ruin. Als Dank bekommt Buster Keaton seine Kuh und noch obendrein die schöne Tochter des Ranchbesitzers, der sie alle vier in den Sonnenuntergang chauffiert.  

Richard Siedhoff begleitete beide Filme am Klavier und unterstrich mit seiner frei und ohne Noten gespielten Musik gekonnt die Dramatik der Filmszenen. Akustisch knallten die Revolver, pfiffen die Indianerpfeile durch die Luft, plumpste Buster Keaton vom Pferd und stampften die Rinder durch die Straßen und Geschäfte der Stadt. Man hörte sogar, wie sich zarte Liebesbande zwischen dem Filmhelden und einer schönen Frau entsponnen – der verliebten Kuh Braunauge! Schon der Film selbst war urkomisch, aber mit Richards Klavierbegleitung fühlte man sich in die charmante Kinokultur des frühen 20. Jahrhunderts versetzt. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Applaus für diesen sehr besonderen Kunstgenuss und Richard versprach, im nächsten Jahr wieder nach Halberstadt zu kommen – worauf wir uns schon sehr freuen! 

IMG 7958klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7960klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden IMG 7962klein-300x225 in Stummfilmpianist Richard Siedhoff - ein vergnüglicher Abend und 311,50 Euro Spenden

Vor der Vorstellung und in der Pause nutzten die Gäste unseren kleinen Getränkeausschank und kamen mit Richard beim Wechseln der Filmrollen am Projektor ins Gespräch. Aber auch unsere Vereinsarbeit und unser Anliegen, Spenden für Namenstafeln einzuwerben, wurde thematisiert. Hanka Rosenkranz, die Vorsitzende unseres Vereins, konnte dem Publikum mitteilen, dass unser Ziel, alle in den sechs Massengräbern ruhenden Opfer aus der Anonymität zu holen, mit der Anbringung der letzten 82 Namenstafeln zu den „Tagen der Begegnung“ am 15. April 2018 erreicht sein wird. Unser Einwerben von Spenden für Namenstafeln wird sich dann auf die Umgestaltung des südlichen Massengrabes konzentrieren, denn auch die Opfer dieses Grabes sollen bei ihrem Namen genannt werden. Für unser Anliegen konnten wir nicht nur ein neues Vereinsmitglied gewinnen, sondern am Ende des Abends auch 311.50€ an Spendengeldern einnehmen. Wir bedanken uns herzlich bei unserem Publikum.

Unser Dank gilt ebenso der Leiterin der Moses-Mendelssohn-Akademie, Frau Dick, die uns wiederholt die Möglichkeit bot, die Räume der Akademie kostenlos zu nutzen sowie den beiden Mitarbeiterinnen, Frau Wohlmann und Frau Günter , die uns tatkräftig beim Ein- und Aufräumen unterstützten. 

Die Projektionswand zum Zeigen des Films hatte uns die Stadtbibliothek Heinrich Heine ausgeliehen und auch dafür möchten wir Frau Sommer herzlich danken.

Stummfilmpianist spielt live zum Film “Go west” mit Buster Keaton

.

Der Stummfilmpianist Richard Siedhoff spielt live

zum Stummfilm “Go West” mit Buster Keaton:

Am 24.11. laden wir Sie herzlich um 19.00 Uhr

in die Moses-Mendelssohn-Akademie in Halberstadt (Rosenwinkel)

zum nächsten Event in der Reihe Noten für Namen ein.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende für den Guss von Namenstafeln, die am Gräberfeld angebracht werden. Den Opfern wird so Ihr Name und damit ihre Identität und Würde zurück gegeben.

Go-West-Halberstadt-klein-209x300 in Stummfilmpianist spielt live zum Film Go west mit Buster Keaton

Der Stummfilmpianist Richard Siefhoff wurde dem Halberstädter Publikum bereits 2015 bekannt, als er den Film „Der General“ mit Buster Keaton präsentierte. Nun konnte der Förderverein den Künstler für einen weiteren Abend in Halberstadt gewinnen. Gezeigt wird der Stummfilm „Go west“, außerdem hat R. Siedhoff weitere Überraschungen im Gepäck.

Siedhoff-1-klein-300x199 in Stummfilmpianist spielt live zum Film Go west mit Buster Keaton  Siedhoff-2-klein-300x199 in Stummfilmpianist spielt live zum Film Go west mit Buster Keaton

Richard Siedhoff wurde 1987 in Weimar geboren und erhielt seit seinem siebten Lebensjahr klassischen Klavierunterricht. Nach seinem Schulabschluss arbeitete er einige Zeit als Cutter und studierte anschließend Musikwissenschaft und Kulturmanagement an der HfM Franz Liszt Weimar. Schon in der Schulzeit kam Siedhoff mit Stummfilm und Stummfilmmusik in Berührung und befasst sich seit dem Studium intensiver mit dieser Kunstform. Seit 2008 hat er schon weit mehr als 100 Stummfilme am Klavier vertont, wofür er eigene Kompositionen mit konzipierten Improvisationen verbindet. Er gastiert regelmäßig im Filmmuseum München, den Internationalen Stummfilmtagen Bonn, trat bei den Donaufestspielen Krems sowie den Filmfest Braunschweig auf und spielt regelmäßig die Kinoorgel im Grassi Museum Leipzig. Neben großen Kinos bespielt er auch kleine Kultureinrichtungen mit 16mm-Filmprojektoren. Er ist Hauspianist im Lichthaus Kino Weimar, dessen Stummfilmprogramm er kuratiert. Auf seiner Internetseite präsentiert er sein umfangreiches Repertoire.

Über Buster Keaton und Charlie Chaplin schreibt Siedhoff: 

Im Sommer 1925 lief mit „Goldrush“ nach mehrjähriger Pause wieder ein „richtiger“ Chaplin-Film in den Kinos an. Getoppt wurde Chaplins Erfolg nur noch mit „The Freshman“ von Harold Lloyd. Pathos hieß das Zauberwort der Session und so wagte auch Keaton nach „Seven Chances“ (1924), der freien Adaption eines Broadway-Stücks, einen Ausflug ins Chaplin‘sche Terrain. Die Fabel von Androkles und dem Löwen wird hier zur Fabel von Buster und der Kuh. Hier tritt Keaton vorläufig auch das letzte Mal als die Filmfigur auf, die er seit seinen frühesten Filmen verkörperte, wenn auch keinesfalls konsequent wie Chaplin: Als der stoische Außenseiter mit flachem Filzhut, der sich bei allen Katastrophen sofort anpasst, keine Miene verzieht und immer einen gewitzten Ausweg findet. Dennoch bleibt sein „Stoneface“ nie ungerührt. Die ungeheure emotionale Tiefe, die Keaton mit minimalster Mimik, hier besonders im Zusammenspiel mit der Kuh „Brown Eyes“ auf die Leinwand bannt, sucht seines Gleichen. Die treue Kuh, in die Buster sich in „Go West“ verliebt, ist eine bezeichnend ironische Auseinandersetzung mit seinem Privatleben – die Ehe mit Natalie Talmadge kriselte. Wollten ihn in „Seven Chances“ noch tausende heiratswillige Frauen meucheln, so begnügt er sich hier mit einer richtigen Kuh, die ihm am Ende mehr bedeutet als des Farmers schöne Augen machende Tochter. „Brown Eyes“ bleibt damit die bezauberndste weibliche Hauptrolle der Stummfilmgeschichte! Ihr Name mag auch eine Verbeugung vor D. W. Griffith sein, dem großen amerikanischen Filmpionier, der Keaton sehr beeindruckte. „Brown Eyes“ ist in Griffiths epochemachendem Werk „Intolerance“ (1916) die brutal ermordete Heldin der Hugenotten-Episode. Die Dreharbeiten zu „Go West“ fanden in extremer Hitze statt, welche fast die Emulsion des Rohfilms zum Schmelzen brachte. Die Rinder waren besonders träge und das Finale des Films besonders schwer zu inszenieren. Später resümiert Keaton: „Manche Teile daran gefielen mir, aber als Film, im Ganzen, mochte ich ihn nicht.“ Dennoch war  „Go West“ ansehnlich erfolgreich und das Ergebnis kann sich mit all seinen surrealistischen Momenten sehen lassen. Unter Eigenregie gelingen Keaton Bilder, „die durch ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten“  (Frieda Grafe, 1964). Es ist nicht abwegig, dass solche Momente Luis Buñuels „L’âge d’or“ (1930) beeinflusst haben könnten. „Ich war mir nie bewusst, dass ich etwas anderes tat als zu versuchen, die Leute zum Lachen zu bringen.“  Keaton, wie er sein Bett des Weges zieht, Keaton vor dem Hintergrund der weiten Steppen, die Kühe im Warenhaus, Keaton auf- und ablaufend im Teufelskostüm, der nicht weiß, wie er seinen Hut aufsetzen soll, oder das abschließende Bild mit der Kuh im Auto sind unvergleichlich poetische Momente. Keaton, Künstler aus Instinkt, war immer sehr darauf bedacht, besonders stilisierte Motive für seine Bilder zu finden und wies seine Kameramänner immer wieder an, „ihn in die zentrale Achse zu setzen, seine Erscheinung in den Mittelpunkt klarer Linien und penibel beachteter Symmetrie zu rücken“  (Karl Prümm). Und Keaton parodiert Klischees, bevor sie etabliert sind: Ein einsamer Hund, ebenso verlassen wie die Hauptfigur, wird nicht zum treuen Freund und Begleiter –  er läuft weg. Und am Ende sind wir uns einig: Der beste Freund des Menschen ist die Kuh! 

Siedhoff-3-klein-200x300 in Stummfilmpianist spielt live zum Film Go west mit Buster Keaton  Siedhoff-4-klein-279x300 in Stummfilmpianist spielt live zum Film Go west mit Buster Keaton

Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein

.

Herzlichen Dank für das tolle Konzert! Das Gleimhaus war mit 65 begeisterten Besuchern voll besetzt. Die Stimmung war riesig. Wir haben 510 Euro Spenden eingenommen.

20171103 181649-1-klein-300x225 in Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein  20171103 185658-klein-300x225 in Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein

Schon nach dem zweiten oder dritten Lied überkam einen die Lust, alle Stühle wegzuräumen, um zu tanzen oder wenigstens mit zu wippen mit einem Glas Guinness in der Hand.

Das Konzert der Gruppe „Cellart“ nahm schnell an Fahrt auf und riss das Publikum mit, so dass viel mitgeklatscht wurde. Die Kinder machten es uns vor, dass man seinen Gefühlen eigentlich freien Lauf lassen sollte. Die jüngste im Publikum, ein kleines Mädchen mit langen blonden Haaren und vielleicht 5 Jahre alt, ließ sich nämlich nicht lange bitten und tanzte im Gleimhaus durch die Reihen.

Die vier Männer aus Wernigerode haben sich dem irischen und deutschen Folk verschrieben. In ihren Liedern singen sie von Beziehungsgeschichten, von Kriegen, vom Trinken und dem Leben überhaupt. Das Programm der vier besteht aus traditionellen und eigenen Liedern, meist in englischer und deutscher Sprache gesungen. Es wird aber auch mal Italienisch oder Spanisch gesungen oder Musik vom Balkan gespielt.

Man spürte ihren Spaß an der Musik, bewunderte die Vielfältigkeit der Instrumente, die zum Einsatz kamen. Natürlich durften Geige, Mandoline, Akkordeon, Banjo und Gitarre nicht fehlen.

Alles nicht zu ernst nehmen, das Motto der Vier, gab dem Programm seine Leichtigkeit und ließ das Publikum kräftig applaudieren, so dass es eine reichliche Zugabe gab.

Am Ende hat unser Konzert „Noten für Namen“ jeden beschwingt nach Hause gehen lassen und der Spendentopf für die Fertigung von Namenstafeln war mit 510,00 Euro gut gefüllt.

Wir sagen ein herzliches DANKESCHÖN an Harald und Norman Kruft, Willi Hermichen und Steffen Blauwitz.

20171103 183207-klein-300x225 in Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein   20171103 185719-klein-300x225 in Tolles Konzert mit Cellart bringt 510 Euro Spenden ein

 

Konzert der Mittelalterband “Cellart” in der Reihe “Noten für Namen”

.

Am 03. 11 2017  laden wir Sie herzlich um 18.00 Uhr

ins Gleimhaus Halberstadt (Domplatz 36)

zum Konzert der Wernigeröder Band Cellart ein.

Cellart-mittel-300x225 in Konzert der Mittelalterband Cellart in der Reihe Noten für Namen

Der Förderverein der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

präsentiert in der Konzertreihe „Noten für Namen“

Cellart

mit einer Mischung aus irischer und internationaler Folkmusik.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit Norman Kruft (Gitarre, Banjo, Akkordion, Vocals), Harald Kruft (Gitarre, Mandoline, Vocals) Willi Hermichen (Geige, Vocals) und Steffen Blauwitz (Bass, Vocals).

Die Wernigeröder Band „Cellart“ gibt es seit 17.November 2011. Der Name transportiert den deutschen Begriff „KellerArt“ und entstand bei endlosen musikalischen Abenden in einem Partykeller, dessen Standort die Band für sich behalten möchte. Das Programm der Band beinhaltet eine Mischung aus irischen und internationalen Folk. Besonders haben sich die vier auf die Fahne geschrieben, ihrem Publikum eigene Musik mit eigenen Texten aus allen Bereichen des Lebens vorzustellen. Die Texte kommen zum größten Teil aus der Feder von Willi Hermichen. Musikalisch verpack werden die Texte dann gemeinsam im „Keller“. So entstand ein Song nach dem anderen. Anfang 2015 war das Material für die erste CD zusammen, die im gleichem Jahr unter „the old man and the tree“ erschien.

Die Besucher werden um Spenden für den Guss von Namenstafeln gebeten, die am Gräberfeld auf dem Gelände des ehemaligen KZ angebracht werden. Den Opfern wird so ihr Name und damit ihre Individualität und Würde zurückgegeben.

655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt

.IMG 7715-klein in 655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt   IMG 7728-klein in 655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt

Einen ungewöhnlichen Ort wünschte sich das Jugendblasorchester Halberstadt für das Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge, das am 20.10.2017 im Rahmen der Reihe „Noten für Namen“ stattfand: Das Orchester spielte in der St. Andreaskirche in Halberstadt. Und es klang phantastisch!

Zustande gekommen war der Kontakt zwischen Jugendblasorchester und Förderverein durch Sophie Rudolf, die für eine schulisches Facharbeit in der Gedenkstätte recherchierte und deren Eltern Bläser im Jugendblasorchester sind.

Der Klang der Melodien von Klassik bis Moderne, wie gewohnt für Bläser arrangiert vom Orchesterleiter und Dirigenten Thilo Eulenburg, konnte sich im schönen, hohen Kirchenschiff der St. Andreaskirche voll entfalten. Mit einleitenden Worten führte Frau Eulenburg durch die einzelnen Abschnitte des Programms, das dem Spielort und dem Zweck des Benefizkonzertes angepasst wurde.

IMG 7720-klein in 655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt  IMG 7719-klein in 655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt

Die Konzertbesucher wurden mit dem Nessaja aus dem Musikal Tabaluga von Peter Maffey eingestimmt, „Ich wollte nie erwachsen sein…“.

„Obwohl Kind sein manchmal gar nicht so einfach ist: das hängt auch davon ab, wo und wann man geboren ist. Wäre es sonst nötig, im Artikel 7 der UN-Kinderrechtskonvention zu formulieren: Jedes Kind hat das Recht auf einen Namen!? Wir Musikerinnen und Musiker hatten alle das Glück, in Kindertagen ein Instrument erlernen zu können. Auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen wird man hierzulande früher oder später mit Unfassbarem aus der hiesigen Geschichte konfrontiert: Schwer zu erfassende Größenordnungen und Zahlen machen das im sogenannten III. Reich Geschehene seltsam anonym. Um zu begreifen und zukünftig zu verhindern ist es notwendig, dem Grauen ein Gesicht zu geben und Geschichten zu erzählen, wie die des jungen Paul, so um die 20, der mit einem anderen Jungen, der so hungrig war und kein Brot hatte, sein Frühstück teilte. Etwas so ganz Menschliches kann so tödlich sein, denn Paul ist SPD-Mitglied und der Andere ein polnischer Zwangsarbeiter und wir schreiben das Jahr 1943. Was aus dem jungen Polen wurde, weiß ich nicht. Paul starb 1944 in Dachau. Er war der kleine Bruder meines Großvaters. Er liegt dort in Dachau als ‚unbekannt‘ begraben. Wenn ich diese Geschichte nicht mehr erzählen kann, wird sie vergessen. Deshalb brauchen die Opfer Namen.“

Diese sehr persönliche Geschichte verband Frau Eulenburg mit der Aufforderung an das Publikum, durch Spenden nach dem Konzert die Anfertigung von Namenstafeln am Gräberfeld in Langenstein-Zwieberge zu unterstützen.

Nach traditioneller irischer Musik und einem Stück von James Last erfüllten ganz besondere Klänge die St. Andreaskirche. Gespielt wurde das Arioso von G. F. Händel, Ravel‘s Pavane und Halleluja, eine Homage an den großen kanadischen Singersongwriter Lenard Cohen.

Mit den nachfolgenden Titeln „L.O.V.E.“ (Bert Kaempfert) und „All Rise“ (nach der Boygroup Blue) sowie dem traditionellen Gospelsong „Oh happy day“ und „Sunny“ (nach einer Melodie von Bobby Hepp) ging es im letzten Teil mit der Filmmusik zu „Die kleine Farm“ und „We are the world“ um Liebe, Glück und Hilfsbereitschaft.

Das Jugendblasorchester verabschiedete sich mit „Thank you for the music“ und der Ansage, „… dass Musik die Welt nicht verändern kann, aber wenn jeder von uns und insbesondere unsere jungen Menschen unsere Welt jeden Tag ein bisschen besser machen, dann könnte doch ein friedliches Morgen entstehen.“ Aber macht nicht auch Musik die Welt ein bisschen besser?!

Erst nach einer Zugabe und Standing Ovations war das Konzert beendet. Im Spendenhut landeten 655 Euro! Ein herzliches Dankeschön den engagierten Musikern des Jugendblasorchesters Halbestadt, das im Dezember bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert im Rathaussaal wieder zu hören sein wird. Und Dank sagen möchten wir ebenfalls Pfarrer Sommer für die Gastfreundschaft, die er uns in der St. Andreaskirche gewährte.

IMG 7712-klein in 655 Euro Spenden durch Benefizkonzert des Jugendblasorchesters Halberstadt