Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V. RSS Feed
 
 
 
 

Nächstes Konzert der Reihe “Noten für Namen” mit dem Jugendblasorchester Halberstadt

.

Der Förderverein der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V. präsentiert in der

Konzertreihe „Noten für Namen“

das Jugenblasorchester Halberstadt.

20160409-135-klein in Nächstes Konzert der Reihe Noten für Namen mit dem Jugendblasorchester Halberstadt

Foto Ulrich Schrader

Wir laden Sie herzlich ein, freuen Sie sich auf  ein abwechslungsreiches Programm von Klassik bis Moderne.

 WANN:  20.10.2017           um 18.00 Uhr

WO:   in der  St. Andreaskirche Halberstadt (Franziskanerstr. 2).

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Spende.

Diese Spenden werden für den Guss von Namenstafeln verwendet, die am Gräberfeld auf dem Gelände des ehemaligen KZ angebracht werden. Den Opfern wird so ihr Name und damit ihre Individualität und Würde zurück gegeben.

 

Das Jugendblasorchester hat folgendes Programm vorbereitet:

 

1. Nessaja – Titelmelodie aus Musical “Tabaluga” von Peter Maffay

 

2. Londonderry Air – traditionelle irische Volksmusik

3. Games That Lovers Play – Komposition von James Last

 

4. Arioso – Komp. von G.F. Händel aus “Cantata con Stromenti”

5. Ravel’s Pavane – “Pavane für eine tote Prinzessin” aus einem Klaviestück von M. Ravel

6. Hallelujah – Lied des kanadischen Songwriters Leonard Cohen

 

7. L.O.V.E. – Jazz Song des deutschen Bandleaders Bert Kaempfert

8. All Rise – Adaption des Popsongs der Boygroup “Blue”

 

9. Oh Happy Day – traditioneller Gospelsong

10. Sunny – Coverversion auf die Melodie von Bobby Hepp

 

11. Little House On The Prairie – Titelmusik der TV-Serie “Die kleine Farm”

12. We Are The World – Lied aus “USA für Africa” von Michael Jackson u. Lionie Richie

 

13. Thank You For The Music – Kl

700,05 Euro nach erfolgreichem Bücherbasar im Spendentopf für weitere Namenstafeln

 

Der Vorstand bedankt sich bei den vielen Leseratten, die beim Bummel über den Töpfermarkt auf dem Halberstädter Domplatz auch am Bücherstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge vor bzw. im Gleimhaus Halt gemacht haben, um sich aus den reich gefüllten Bücherkisten interessante Bücher auszusuchen. Für 1 Euro pro Buch unterstützten sie damit das Projekt, die Anfertigung der verbleibenden 85 von 772 Namenstafeln für das Gräberfeld zu ermöglichen. 

 

Mit Unterstützung von Hans Güttel, Anne Fliege, Robert Seidel, Torsten Langer sowie Frank Dörfer hatten wir die Bücherkisten von Rainer Neugebauers Dachboden zum Gleimhaus befördert. Dort konnten wir zunächst den Bücherverkauf vor dem Gleimhaus bei trockenem Wetter im Freien durchführen, aber nach aufkommendem Regen mussten wir unsere Schätze in den Lesesaal bringen und den Verkauf dort fortsetzen. Noch einige Male hat uns das wechselhafte Wetter zu spontanen und schnellen Wechseln der Verkaufsstandorte veranlasst. Dem Lesepublikum machte dies nichts aus, die Nachfrage blieb ungebrochen und wir hatten, wie schon in den Jahren zuvor, viel Spaß, mit unserer Kundschaft ins Gespräch über Literatur und die Arbeit des Fördervereins zu kommen. Außerdem konnten wir auf einem vorbereiteten Info-Flyer unsere Herbstkonzerte im Rahmen der Reihe “Noten für Namen” ankündigen:

 

20.10.17, 18.00 Uhr   St. Andreaskirche Halberstadt, 

                                       Konzert des Jugendblasorchesters Halberstadt

03.11.17, 18.00 Uhr   Gleimhaus Halberstadt,

                                      Mittelalterrock mit der Gruppe Cellart

24.11.17, 19.00 Uhr   Moses-Mendelssohn-Akademie Halberstadt, 

                                      Stummfilmabend mit dem Stummfilmpianisten

                                      Richard Siedhoff, gezeigt wird der Stummfilm

                                     ”Go west” mit Buster Keaton

 

Nach dem Bücherflohmarkt waren 700 Euro im Spendentopf für Namenstafeln gelandet sowie 5 Cent, die wir unter einem der Büchertische gefunden haben. Die verbliebenen Kisten sind noch am Sonntag Abend wieder auf dem Dachboden verstaut worden – Anne, Torsten, Robert, Rainer und Frank – das war wirklich Spitze. Vielen Dank dem Gleimhaus für die Unterstützung und den Lesern, die das Wochenende zu einem vollen Erfolg gemacht haben.

1-klein in 700,05 Euro nach erfolgreichem Bücherbasar im Spendentopf für weitere Namenstafeln  2-klein in 700,05 Euro nach erfolgreichem Bücherbasar im Spendentopf für weitere Namenstafeln  3-klein in 700,05 Euro nach erfolgreichem Bücherbasar im Spendentopf für weitere Namenstafeln  4-klein in 700,05 Euro nach erfolgreichem Bücherbasar im Spendentopf für weitere Namenstafeln

.

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge

Bücherflohmarkt am 1. und 2. Juli in Halberstadt

 

Liebe Leseratten, Sie haben noch keine Urlaubslektüre?

Am 1. und 2. Juli finden Sie unseren Bücherflohmarkt wieder auf dem Halberstädter Töpfermarkt “Ton am Dom”!!!

Ab 10.00 Uhr können Sie vor dem Gleimhaus Halberstadt (bei Regen im Lesesaal des Gleimhauses) wieder in unseren Bücherkisten Krimis, Romane, Kinderbücher, Bildbände oder Klassiker für nur 1,00 Euro finden.

Das Geld wird für die Anfertigung weiterer Namenstafeln genutzt. Wir freuen uns auf Sie!

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge

 

Gedenkaktion 2017 zum Thema “Traum”

.

Wovon träumen wir – für uns selbst, für unserer Kinder, Eltern, Verwandten, für unsere Freunde, für die Welt?

„Traum“ war auch das Thema der diesjährigen Aktion der Gruppe der 2. Generation, die mit einer eindrucksvollen Performance von Maximilian Bunge, Lara Seidenberger, Jeanny Volkmann, Jonah Grabbert, Laura Karnowski, Sanja Kappe, Esther Feistauer, Samantha Juds und Rex Brandenburg umgesetzt wurde. Wie in den vergangenen Jahren kamen die jugendlichen Akteure unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Schulen der Harzregion – aus den Berufsbildenden Schulen „Geschwister Scholl“ Halberstadt, dem Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Halberstadt, der Sekundarschule Hagenberg Gernrode und der Berufsbildenden Schule “J.P.C. Heinrich Mette” Quedlinburg und einige von ihnen nahmen zum wiederholten Male an der Gestaltung der Aktion teil.

Die jungen Leute, die seit Februar am Projekt gearbeitet haben, beschäftigten sich nicht nur mit Texten von Überlebenden des KZ Langenstein-Zwieberge zum Thema „Traum“, sondern setzten sich auch mit deren Schicksalen sowie der Geschichte des Lagers Langenstein-Zwieberge auseinander und ließen eine Performance mit ausgewählten Texten, Klängen und szenischen Bildern entstehen.

IMG 1199-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1199-2401 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1267-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1269-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1271-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1274-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1270-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1277-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1273-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1200-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1429-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1202-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1280-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1279-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1282-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

 

Eigene Träume und Wünsche formulierten sie anschließend auf selbst gestalteten Karten, die sie am Ende der Aktion den Gästen der Gedenkveranstaltung überreichten.

Einige Motive der Postkarten:

Postkarte-3-180 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum Postkarte-2-180 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum Postkarte-1-180 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum Postkarte-5-180 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Wie sehr sich ihre eigenen Träume und Wünsche von denen der Häftlinge unterschieden, machte die Aktion selbst sehr deutlich.

A-IMG 1509-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum  A-IMG 1508-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Ettore als Vertreter der 2. Generation stellt die Idee des Themas “Traum” vor.

.

Mit einem gleichmäßigen, marschartigen Trommeln auf verschiedenen Schlaginstrumenten wie Trommel, Cajon, Bongo und Holzplatten eröffneten die Jugendlichen ihre Performance. Max zitierte zunächst den Italiener Alberto Berti, der ständig Wahnvorstellungen von Männern, Frauen und Kindern hatte, die in Fünferreihen marschierten und das Hakenkreuz am Arm trugen.

IMG 1434-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum  IMG 1432-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-IMG 1477-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum  AIMG 1479-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-IMG 1445-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Lara hatte ebenfalls einen Text von Alberto Berti ausgewählt, in dem er sich erinnerte, dass alle seine Kameraden, wie auch er selbst, im Lager von Alpträumen gequält wurden. Durch rhythmisches Ratschen auf Reibestöcken sowie schrille und disharmonische Töne auf der Geige wurde dieses Gefühl von Alpträumen den Gästen klanglich verdeutlicht.

A-IMG 1440-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-IMG 1453-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-IMG 1456-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-Hettore-17-20-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-Hettore-17-8-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-Hettore-17-20-240s in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum A-Hettore-17-23-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Danach ließ Sanja den „ganz und gar lächerlichen“ Traum des Franzosen Georges Petit von „riesigen Kuchenmengen“ lebendig werden. Bauern fuhren damals diese Kuchen zum Bäcker zum Abbacken und Petit träumte davon, von den Köstlichkeiten etwas angeboten zu bekommen. Durch eine immer lauter werdende Sprechkaskade verschiedener Kuchensorten – die mit einem Trommelschlag unvermittelt abbrach – wurde beinah schmerzhaft spürbar, dass sich dieserTraum nicht erfüllt hatte.

Auch die von Laura beschriebenen nächtlichen Wahnvorstellungen des Franzosen Hélie de Saint Marc, die sich auf etwas Eßbares, auf Unmengen von Speisen bezogen, wurden mit einer plötzlich abbrechenden Sprechkaskade verschiedenster Speisen veranschaulicht.

„Manchmal gelingt es uns im Traum, die Kinder zu sehen, die Mutter oder die Frau zu beruhigen.“ Dieser Traum des Letten Miervaldis Berzins-Birse, zitiert von Samantha, wurde durch ein besonders bewegendes Bild veranschaulicht – Laura und Sanja gingen wie im Traum aufeinander zu und hielten sich lange umarmt, eine getragene Geigenmelodie verdeutlichte diesen Wunschtraum besonders quälend.

IMG 1446-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1448-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1452-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1450-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Jeanny und Esther erinnerten an den Franzosen Hélie de Saint Marc, für den der Stollen einen Alptraum am hellichten Tag darstellte, einen Ort, an dem man nur mit Mühe am Leben blieb, wo er oft an seine Mutter dachte. Diesen Gedanken Saint Marcs an seine Mutter unterstrich Rex ebenfalls mit einer getragenen Geigenmelodie.

Jeanny und Laura ließen, begleitet von Geigenspiel, große Seifenblasen sinnbildlich über dem Gräberfeld zerplatzen, dann brach Rex sein Geigenspiel unversehens ab. Die Zuschauer hatten währenddessen Zeit, über die Worte des Polen Edmund Wojnowsik nachzudenken, die von Jonah zitiert wurden: „Ich kann mich nicht mehr richtig an mein Haus und meine Familie erinnern. Manchmal scheint es mir, als ob ich das vorige Leben nur geträumt habe.“

IMG 1442-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1462-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1229-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1466-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum  IMG 1218-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum   IMG 1462-240s in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Nachdenkliche Stille ließen die Jugendlichen anschließend den Worten Georges Petits folgen, die von Esther vorgetragen wurden: „Kann man unter diesen Bedingungen träumen? Die Antwort ist, dass ich sehr wenig geträumt habe. Eigentlich war ich ein Träumer… aber in Buchenwald und Langenstein hatte ich keine Träume mehr.“

Chaotisches Trommeln, Ratschen und schrille Geigentöne folgten seinen von Sanja wiedergegebenen Worten: „Habe ich überhaupt geschlafen? Was nützt der Schlaf, wenn er keine Träume und Erholung bringt … Ich … bin absolut unfähig aufzustehen. Wie soll ich in diesem Zustand weitermarschieren?“

Samantha verdeutlichte zum Ende der Aktion, dass auch nach der Befreiung des Lagers die Überlebenden noch lange Zeit durch Alpträume gequält wurden, dass sie der Gefangenschaft zwar physisch aber nicht psychisch entkommen waren und zitierte dafür den Franzosen Hélie de Saint Marc: „Über Monate vielleicht Jahre hinweg fühlte ich mich in der Nacht wie ein Seiltänzer über dem Abgrund. Es ist nicht leicht, diesem Gefängnis zu entkommen.“

Von einer Melodie der Gruppe „Karussell“ durch Rex auf der Geige begleitet, gingen die Jugendlichen mit ihren auf Karten geschriebenen Wünschen und Träumen auf die Gäste zu und verteilten sie. Auch einige leere Karten hatten sie dabei, um die Anwesenden einzuladen, eigene Träume und Wünsche zu formulieren.

IMG 1527-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1492-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1527-240s in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1529-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1528-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1530-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1493-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1533-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1534-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1529-240s in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Hoffen wir, dass die Träume und Wünsche der jungen Menschen nach Freundschaft, einem glücklichen und zufriedenen Leben, einer guten Ausbildung und einem erfüllenden Berufsleben, nach Liebe, Toleranz, Anerkennung und Gesundheit in Erfüllung gehen – schließlich ist es all das, was sich jeder von uns wünscht und was sich auch die Menschen für ihr Leben erträumt hatten, die im KZ Langenstein-Zwieberge gefangen waren.

All das ist aber nur möglich, wenn es uns gelingt, Frieden zu schaffen und die Kriege zu beenden – ein Menschheitstraum, der nie in Erfüllung zu gehen scheint und von dessen Verwirklichung wir doch und trotz allem weiter träumen.

Tun wir alles dafür, dass dieser Traum eines Tages doch noch wahr wird.

Hettore-17-64-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum Hettore-17-64-240s in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum Hettore-17-65-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1587-2401 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1590-2401 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

IMG 1582-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1582-240e in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum IMG 1585-240 in Gedenkaktion 2017 zum Thema Traum

Die Jugendlichen im Gespräch mit Gästen und der Gruppe der 2. Generation nach der Gedenkveranstaltung.

Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln

.      

AIMG 1397-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln

AIMG 1408-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln  AIMG 1405-klein-225x300 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln

Jazz vom Feinsten gab es am 8. April in der Moritzkirche zu hören. Warnfried Altmann (Saxophon) und Klaus Kugel (Schlagzeug) waren bestens aufgelegt und von der schönen Moritzkirche inspiriert, die uns die evangelische Kirchengemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Die beiden Musiker beeindruckten das Publikum mit allen Klangfacetten ihrer Instrumente.

AIMG 1392-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln AIMG 1412-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln AIMG 1420-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln

Klaus Kugel erfüllte mit seinen asiatischen Gongs, Glocken und Klangschalen in verschiedenen Größen, aber auch mit Rhythmen, die das klassische Schlagzeug hergibt, die Moritzkirche. Das Saxophon von Warnfried Altmann trat in Dialog mit dieser bizarren Klangwelt und überraschte die Zuhörer mit ebenfalls ungewohnten Tonkombinationen. Auch die Maultrommel kam zum Einsatz und gesungene Worte erweiterten das Klangbild, das quasi in einem “flow” über eine gute Stunde die Gäste erfreute. Beide waren sowohl solo als auch im Duett zu hören, eine längere Klangpause gehörte zur Improvisation und so empfand es auch das Publikum, das das Ruheelement nicht durch Klatschen unterbrach.

 AIMG 1421-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln AIMG 1423-klein-300x225 in Jazz vom Feinsten bringt 500 Euro Spenden für Namenstafeln

Erst nach Konzertende spendete das begeisterte Publikum, das aus internationalen Gästen der “Tage der Begegnung” und Halberstädter Kulturinteressierten bestand, ausgiebigen Applaus. Die Künstler wurden erst nach einer Zugabe entlassen.

Das gut gelaunte Publikum spendete 500 Euro für die Anfertigung weiterer Namenstafeln am Gräberfeld der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge. Vielen, vielen Dan dem Publikum und den Künstlern Warnfried Altmann und Klaus Kugel. 

 

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein-Zwieberge

Konzertankündigung – Weiteres Konzert “Noten für Namen” am 8. April 2017

.

Der Förderverein und die Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge lädt im Rahmen der Reihe

 „Noten für Namen“

 in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Halbertadt

 am 8. April 2017 um 18.00 Uhr

 in der Moritzkirche Halberstadt (Moritzplan1)

 zu einem Konzert mit  

Warnfried ALTMANN (Saxophon) und Klaus KUGEL (Perkussion) ein.

DSC04440kl-300x200 in Konzertankündigung - Weiteres Konzert Noten für Namen am 8. April 2017

 

Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Anfertigung von Namenstafeln für Opfer

des KZ Langenstein-Zwieberge wird gebeten.

Unsere internationalen Gäste der “Tage der Begegnung” sind ebenfalls anwesend.

————————————————————————————————

Martin-ruehmann-2016-fw-010-1kl-300x199 in Konzertankündigung - Weiteres Konzert Noten für Namen am 8. April 2017

WARNFRIED ALTMANN, geboren 1958, studierte an der Musikhochschule Dresden im Hauptfach Saxophon und arbeitete einige Jahre als Musiker in Big Bands. Seit An-fang der 80er Jahre spielt er in verschiedenen Jazzformationen und komponiert. Hauptschaffensfeld ist für ihn die Improvisation, die ihn auch mit Künstlern anderer Bereiche, wie Tanz, bildende Kunst und Literatur zusammengeführt hat. Er hatte von 1990 bis zur Schließung des Musikinstituts 2010, einen Lehrauftrag für Improvisation an der Magdeburger Universität. Seine musikalische Arbeit wurde in zahlreichen Rundfunk – und Fernsehaufnahmen und CD-Produktionen dokumentiert. Eine inten-sive Konzerttätigkeit führt ihn jedes Jahr durch ganz Deutschland und das europäische Ausland.

————————————————————————————————-

KLAUS KUGEL der sein Drumset um eine Vielzahl von filigranen Klang- und Perkus-sionsvarianten erweitert, ist einer der einfallsreichsten deutschen Perkussionisten. Er machte globusweit durch hochkarätige Internationale Projekte von sich reden. Zusammenarbeit mit Tomasz Stanko, Charlie Mariano, Theo Jörgensmann, Kenny Wheeler, Vyacheslav Ganelin, Bobo Stenson, Glen Moore, Sabir Mateen, Robert Dick, Peter Evans, Perry Robinson, Karl Berger, Roy Campbell, Petras Vysniauskas, Charles Gayle, Bobby Few, Ken Vandermark u.v.a. “Klaus Kugel ist ein so leichthändig einfühlsamer Schlagzeuger, wie man es sich in ei-nem solchen Solistenensemble nur wünschen kann.” (Frankfurter Rundschau).

Teilnehmer am Geschichtswettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung stellen die Jugendaktion 2016 auf einer Internetseite vor

.

Die VAF16 der Berufsbildenden Schulen “Geschwister Scholl” Halberstadt nahmen mit einem Beitrag am diesjährigen Geschichtswettbewerb der Konrad-Adenauer-Stiftung teil, dieser Beitrag ist jetzt online und kann unter

http://www.denktag.de/2016kommunikation/konzentrationslager/

angesehen werden. Erstellt hatten die Internetseite Maximilian Bunge, Muhammed Demir, Desiree Dölle, Yasin Karacan, Marc Laufer, Justin Mayer, Laura Niemann, Sevim Reinecke, Lara Seidenberger, Jeanny Volkmann, Florian West.

Mit Unterstützung der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge und ihres Klassenlehrers Herrn Lehnert sowie des Sozialpädagogen der BbS Herrn Kallenberger hatte die Klasse VAF16 die Internetseite über die Jugendaktion zu den Tagen der Begegnung 2016 zum Thema “Kommunikation im Lager” erstellt.

Inhaltlich vorbereitet hatten sich die Schüler und Schülerinnen durch einen Projekttag, an dem sie auf dem ehemaligen Lagergelände das in der Gedenkstätte verfügbare Geocaching durchführten. Bei einem weiteren Besuch der Gedenkstätte mit Führung und Besichtigung des Stollens führten sie ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Stigmatisierung und dessen aktuellem Bezug fort. Das Wichtigste an Geschichte ist, daraus zu lernen.

Die Internetseite stellt die Jugendaktion vom April 2016 vor, an denen die Schülerinnen und Schüler der VAF16 zwar nicht teilgenommen hatten, die sich aber ebenfalls mit den Mechanismen von Ausgrenzung, Stigmatisierung und Menschenrechten beschäftigte. Auch 2017 wird im Rahmen der Gedenkveranstaltung am Sonntag, den 9. April, eine Jugendaktion zum Thema “Traum” durchgeführt, an der sich Laura Seidenberger, Jeanny Volkmann und Maximilian Bunge beteiligen werden, die Vorbereitung haben bereits begonnen.

Einen Preis konnten die Jugendlichen mit ihrem Beitrag zwar nicht gewinnen, aber wichtige Erfahrungen und Kenntnisse und außerdem hat die Arbeit am Projekt und die Auswertung bei einem gemütlichen Kaffeetrinken viel Spaß gemacht.

Martina Lucht, Projektleiterin

Zum Tod von Günter Liedtke

.

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unseres langjährigen und sehr guten Freundes

GÜNTER LIEDTKE erfahren.

Als Mensch und Hausmeister war er die  gute Seele der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge. Immer wenn es um organisatorische Dinge und technische Probleme bei unseren Aktionen oder der Vorbereitung der « Tage der Begegnung » ging, stand er an unserer Seite – mit all seinem Können, seiner Hilfsbereitschaft und seinem Humor.

Unfassbar ist für uns, ihn nicht mehr bei uns zu haben. Wir vermissen ihn und trauern gemeinsam mit dem Team der Gedenkstätte um unseren Freund.

Hanka Rosenkranz, André Baud, Kerstin Schmieder, Martina Lucht und Gesine Daifi  

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Freunde der Gedenkstätte,

Günter Liedtke, unser Hausmeister, ist am 16. Januar 2017 in der Gedenkstätte an einem Herzinfarkt verstorben. Er ist 60 Jahre alt geworden und hat seit dem 2. Oktober 1989 in der Gedenkstätte gearbeitet. Trotz unserer Fassungslosigkeit über seinen plötzlichen Tod  möchten wir Ihnen heute ein paar Zeilen über einen Kollegen schreiben, den wir sehr geschätzt haben.

Unser Alltag in der Gedenkstätte war übersät mit kleinen Aufmerksamkeiten für einen jeden von uns, so wie der Kaffe, den er jeden Morgen – und auch gestern noch – für Gesine Daifi gekocht hat.  Seine Aufmerksamkeit anderen gegenüber ließ niemals nach. Oft wusste er sogar noch eher als wir selbst, was wir brauchen würden. Da der « Chef » mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, braucht er einen Kleiderschrank und noch bevor sich der Chef dessen bewusst war, bekam er ihn.

Günter Liedtke kannte alle verborgenen Winkel des ehemaligen Lagergeländes und der Gedenkstätte. Er wusste, was im Verlaufe des Jahres zu tun war und wann es getan werden musste. Wenn er über seine Arbeit sprach, stellte man fest, wie gut durchdacht jede noch so kleine Sache war. Nichts wurde dem Zufall überlassen. In seiner Arbeit für die Gedenkstätte fand man die gleiche Aufmerksamkeit, die er anderen entgegen brachte.  Eine tägliche Aufmerksamkeit, die niemals nachließ.

Günter Liedtke war nicht nur ein sehr hilfsbereiter Kollege. Er hat gestern auch ein bedeutsames Wissen über das Konzentrationslager mit sich genommen. Dank seines technischen Blicks auf die Dinge machte er sich im Laufe der Jahre viele Gedanken über den Betrieb verschiedener Einrichtungen des Lagers in Langenstein. Dort, wo der Historiker nur eine Betonplatte sah, erkannte er den Boden einer Dusche und konnte uns beispielsweise erklären, was sich in einem Raum des Krankenreviers ereignete. Sein technischer Blick, der oft bei den historischen Recherchen fehlt, wäre eine überaus wertvolle Hilfe gewesen, um künftig die Geschichte des Lagers zu schreiben. Wenige Tage vor seinem Tod hatte er begonnen, sein Wissen über das Lager schriftlich festzuhalten. Seine Fotos von Lagerbereichen, die niemand außer ihm kannte, bleiben nun unausgewertet.

Seine gute Laune, sein Humor und seine Lebensfreude fehlen uns schon jetzt.

Das Team der Gedenkstätte

Nicolas Bertrand und Gesine Daifi

Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

In der stimmungsvollen St. Andreaskirche in Halberstadt war am Freitag, den 14.10.2016, eine musikalische Zeitreise ins Mittelalter zu erleben, die die zahlreichen Besucher mit 855 Euro Spenden honorierten, die wieder für die Anfertigung weiterer Namenstafeln verwendet werden. Trotz kühler Temperaturen im Kirchenraum wurde das 9. Konzert unserer Reihe “Noten für Namen” dank der gut gelaunten Musiker, die kostenfrei für den Förderverein spielten und sangen, ein voller Erfolg.

IMG 0241-klein-alle-3-mit-Publikum-300x225 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln  IMG 0242-Publikum-300x225 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

Die Gruppe “Bergfolk” war mit allerlei ungewöhnlichen Instrumenten aus Wernigerode angereist, um die zahlreichen Besucher mit tiefsinnigen, manchmal derben, lustigen oder auch besinnlichen Liedern und Instrumentalstücken zu erfreuen.

IMG 0241-klein-alle-3-mit-Fl Te-300x225 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln   IMG 0241-klein-2-Trommel-300x225 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

Gitarren in verschiedenen Größen, Maultrommel, Flöte und Dudelsack, Trommel, Drehleier und Cajon erklangen und in den Liedtexten ging es um Ritterehre und Kriegsgetümmel, Gottesfurcht und Hexenglaube, Trunkenbolde, hässliche Eheweiber, Vagabunden oder um Liebe und Sehnsucht nach Frieden und einem glücklichen Leben, so dass man sich wirklich in die Klangwelt des Mittelalters zurückversetzt fühlte. Aber auch modernere Texte, wie z.B. das Gedicht “John Maynard” von Theodor Fontane, wurde vertont.

IMG 0243-Drehleier-225x300 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für NamenstafelnIMG 0253-einzel-Tamburin-225x300 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für NamenstafelnIMG 0262-kleine-Gitarren-225x300 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

Eine akustische Besonderheit war der Titel “Knocking on heavens door” vom frisch gebackenen Nobelpreisträger Bob Dylan - arrangiert für Gitarre und Dudelsack! Diese außergewöhnliche Variante hat sicher Bob Dylan selbst so noch nie gehört.

IMG 0255-einzeln-Dudelsack-225x300 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

Die Spielleute von “Bergfolk” Harald Kruft, Steffen Blauwitz und Heiko Schilling hatten gemeinsam mit dem begeisterten Publikum viel Spaß, und der Abend endete erst nach 3 Zugaben.

IMG 0283-Schluss-300x225 in Konzert der Mittelalter-Band Bergfolk erbringt 855 Euro Spenden für Namenstafeln

Vielen, vielen Dank den Musikanten von ”Bergfolk” für das tolle Konzert und Pfarrer Sommer, der uns wieder kostenlos die schöne St. Andreaskirche zur Verfügung gestellt hat.

9. Konzert “Noten für Namen” mit der Folk-Band Bergfolk aus Wernigerode

 

Wir begrüßen zu unserem neunten Benefizkonzert der Reihe “Noten für Namen” Harald Kruft (Gitarre, Manoline, Maultrommel, Horn, Djembe, Darabuka, Dawul, Gesang) Steffen Blauwitz (Gitarre, E-Bass, Djembe, Dawul, Konzerttrommel, Waldzither, Gong, Gesang) und Heiko Schilling (Schalmei, Dudelsack, Gaita, Flöten, Whistle, Drehleier, Maultrommel, Brummtopf, Quika, Darabuka, Zimbeln, Wind…)

Bergfolkklein-300x300 in 9. Konzert Noten für Namen mit der Folk-Band Bergfolk aus Wernigerode

Steffen Blauwitz stellt seine Gruppe „BERGFOLK“ vor:

“Seit 1985 also seit 31 Jahren touren wir nun schon durch die Lande. Seit 1996 spielen wir in der heutigen immer noch aktuellen Besetzung und haben seit dieser Zeit insgesamt 5 CD`s produziert. Unser Repertoire reicht von mittelalterlichen Liedern und Tänzen, internationalen Folk- Sauf- und Gesellenliedern bis hin zu eindrucksvollen Balladen. In Extremfällen gibt es auch Schlagerparodien zu hören. Bei unseren Auftritten kommen rund zwei Dutzend verschiedener Instrumente zum Einsatz. Das sind u.a. Hand- Percussion, Gitarren von E bis Konzert, Mandoline, Waldzither, Bass, Dudelsäcke, Drehleier, um nur einige zu nennen.”

Das Konzert findet am Freitag,  14.10.2016  

in der Andreaskirche Halberstadt, Franziskanerstr. 2  

um 19.00Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Wir bitten wie immer um eine Spende für die Finanzierung weiterer Namenstafeln am Gräberfeld, mit denen die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge ihre Namen und damit ihre Identität zurückerhalten.

Außerdem besteht nach dem Konzert die Möglichkeit, mit Mitgliedern der Gruppe der 2. Generation ins Gespräch zu kommen, die an diesem Wochenende ihr Herbstseminar abhalten.

Liebe Gäste, wir freuen uns auf Sie!

Der Vorstand des Fördervereins Langenstein – Zwieberge