Förderverein Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge e.V.

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Gelungenes Konzert des Frauenchors Cantare aus Langenstein im Rahmen der Konzertserie „Noten für Namen“ am 6. Mai 2011 erbrachte Erlös für 2 Namenstafeln

Von Martina Lucht

Cantare in Gelungenes Konzert des Frauenchors Cantare aus Langenstein im Rahmen der Konzertserie „Noten für Namen“ am 6. Mai 2011 erbrachte Erlös für 2 NamenstafelnAlle Gäste, die am Freitagabend der Einladung des Fördervereins der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge gefolgt waren, konnten im „Roten Saal“ des Langensteiner Schlosses ein wunderschönes Konzert des Frauenchores „Cantare“ unter Leitung von Heidi Godulla erleben.

Der Chor, der vor 2 Jahren mit ursprünglich 7 Frauen gegründet wurde, besteht inzwischen aus 19 Mitgliedern. Der eingetragene Verein ist Mitglied im Chorverband Sachsen-Anhalt Nordost Harzkreis und war bereits auf den Weihnachtsmärkten auf dem Schäferhof, bei Konzerten im Schloss Langenstein oder im Schützenhaus Wegeleben öffentlich zu hören.

Das auf den Anlass des Konzertes zugeschnittene Programm war in Abschnitte zu je 3 Liedern gegliedert, die jeweils unterschiedliche Themenbereiche ansprachen. Kurzweilig moderiert wurde das Programm von Eilenn Greunke, die auch Gedichte von Mascha Kalenko rezitierte. Mascha Kalenko war eine Lyrikerin, deren Schriften von den Nazis verbrannt wurden und die 1938 emigrieren musste, nach dem Krieg aber nach Deutschland zurückkehrte.

So kamen im ersten Konzertabschnitt Chorlieder zu Gehör, die die Vergänglichkeit des Menschen thematisieren, wie das deutsche Volkslied aus dem 17. Jh. „Der Schnitter“ oder das von Michael Franck aus der Barockzeit stammende Lied „Ach wie flüchtig“. Der in Liedern ausgedrückten Suche nach Trost in Gott war der zweite Konzertabschnitt gewidmet, es erklangen  ein gesungener Segen von Eugen Eckert, der vertonte Weihnachtsgruss von Dietrich Bonhoeffer „Von guten Mächten“ und ein in Noten gefasster Psalm. Für den Chor war die Art von Liedern eine neue Herausforderung an gesanglicher Interpretation und Ausdruck.

Bei aller Traurigkeit und Vergänglichkeit des Lebens ist das Leben doch schön und lebenswert. Diese Lebensfreude brachte der Chor in folgenden Liedern wieder; der Augsburger Tafelmusik, Gotländische, englische oder schwedische Volkslieder im Original und auf deutsch, so dass die begeisterten Konzertbesucher die darin ausgedrückte Lebensfreude auch textlich nachempfinden konnten. Hoffnungsvolle Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch und ein traditionell indianischer schamanischer Gesang beschlossen den Chorabend. Nach anhaltendem Applaus aus dem voll besetzten Saal gab der Chor noch eine Zugabe.

Der Abend klang bei Bilderbuchwetter auf dem Balkon des Schlosses bei einem Glas Wein aus. Chor und Förderverein freuen sich über den gelungenen Abend, der dem Publikum Hörgenuss und dem guten Zweck 300€ bescherte und damit die Finanzierung von 2 weiteren Namenstafeln  für das umgestaltete Mahnmal der Gedenkstätte sicher gestellt ist. 100 Namenstafeln konnten zu den Tagen der Begegnung im April diesen Jahres schon angebracht werden, damit die 772 ehemaligen Häftlinge, die in den  Massengräbern verscharrt wurden, die Würde ihres Namens zurückbekommen und die Angehörigen einen Ort des Gedenkens haben. Möchten auch Sie unser Anliegen unterstützen, wenden Sie sich bitte an den Förderverein unter www.förderverein-langenstein-zwieberge.de.

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